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Stadtplatz
Stadtplatz und Binger Straße – Ingelheims neue Gute Stube nimmt Formen an
Die Arbeiten an Stadtplatz und Binger Straße schreiten mit großen Schritten voran und lassen immer besser erahnen, wie Ingelheims neue Gute Stube in wenigen Wochen aussehen wird. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren in allen Bauabschnitten. Im Sommer erfolgte der Anschluss der nördlichen Platzkante an die nördliche Bahnhofstraße und der Einbau der großen Steinplatten an der nordöstlichen Kante des Stadtplatzes, die Sebastian Münsters Cosmographia symbolisieren sollen.
zur Geschichte:
Am 28.05.2009 fand im Ratssaal unter Anleitung der CIMA München ein Workshop zur zukünftigen Gestaltung des Stadtplatzes statt. Eingeladen waren alle Bürger Ingelheims, um ihre Ideen und Wünsche für diesen zentralen Platz in der Stadtmitte zu äußern.
Zu vier unterschiedlichen Themen wurden zahlreiche Ideen und Anregungen der Bürger gesammelt: Oberflächengestaltung, Nutzungsmöglichkeiten, Gestaltungselemente und Anbindung des Platzes an die Umgebung.
In einer ersten Beteiligungsrunde wurden die Ideen gesammelt. Jeder Bürger konnte Kärtchen zu den einzelnen Themen anbringen. Im Anschluss wurde dann eine Bewertung zur Wichtigkeit der einzelnen Aspekte vorgenommen, indem jeder Bürger mit roten Punkten markieren konnte, welche Ideen besonders wichtig sind.
Durch die CIMA München erfolgte eine Auswertung dieser Vorschläge nach Häufigkeit der Nennungen und Relevanz für die Gestaltung des Platzes.
Während sich zu manchen Themen eine ganz klare Tendenz (Beispiel: Stadtplatz soll Herz der Stadt für Feste und Veranstaltungen sein) abzeichnete, gab es bei anderen Punkten unterschiedliche Meinungen (Beispiel: Verlagerung des Wochenmarkt auf Stadtplatz oder nicht).
Hierzu sind Entscheidungen der städtischen Gremien erforderlich. Im September soll in öffentlicher Sitzung über die Gestaltung des Stadtplatzes entschieden werden.
Die Zusammenfassung der Anregungen und Ideen durch die CIMA München sind im Folgenden einsehbar.
Workshop zur Platzgestaltung / Ergebnisse der Wandelgangdiskussion
Darstellung der Ergebnisse
Die auf der Veranstaltung gesammelten Vorschläge und Anregungen wurden zusammengetragen und nach ihrer Relevanz sortiert. Im Folgenden gibt eine Übersicht Aufschluss über die wichtigsten Punkte.
Hierbei wurden die am häufigsten genannten Anmerkungen nach Themenfeldern aufgegliedert. Kontrovers diskutierte Bereiche sind durch Fragestellungen 8. Mai 2009 hervorgehoben. Diese sollen dem Stadtrat als Anregung für die Ausarbeitung des Anforderungskataloges dienen. Insbesondere die Themen Verkehr und Gesamtnutzungskonzept (evtl. Konflikte durch Einzelnutzungen) haben sich hierbei als Themen mit hohem Diskussionspotenzial und ‐bedarf – Ingelheim 2 herausgestellt.
Am Schluss finden sich noch einmal Einzelmeinungen, die in ihrer Kreativität nicht im allgemeinen Teil unter gehen sollten, sondern evtl. als gute Anregung aufgenommen werden können.
Themenfeld Oberflächengestaltung
Barrierefreiheit
- Berücksichtigung Kinderwagen Rollstuhlfahrern Stöckelschuhen
Pflasterstruktur / Bodenbelag
- Wunsch, glatte Steinplatten einer Kopfsteinpflasterstruktur vorzuziehen
- Verwendung heimischer Baumaterialien
- Abwechslungsreiche Farb‐ und Materialgestaltung (Nutzungszonen kennzeichnen)
- „Freiräume“ (wasserdurchlässige Flächen, Pflanzbereiche etc.) schaffen
- Unterschiedliche Höhen (Amphitheater)
Themenfeld Nutzungsmöglichkeiten
Multifunktionsplatz
− Herz der Stadt“ für Feste Bürgerbegegnung „Stadt und Veranstaltungen (Bürgerbegegnung, Generationenverbindend)
− Marktplatz verlagern oder am Rathaus belassen?
− Große Platzfläche oder viele Einzelbereiche?
− Gastronomie am Platz (Qualität, Öffnungszeiten, Belebung am Abend)
− Aufenthalts‐/ Sitzbereiche auch ohne Konsum
− Spielmöglichkeiten für Kinder /Erwachsene berücksichtigen (soziale Kontrolle, Skater, Bouleplatz, Schachbrett)
Verkehr
− Fußgängerzone oder verkehrsberuhigt?
− Problematik Lieferverkehr
− Radverkehr berücksichtigen (Wege, Fahrradständer etc.)
− Sicherheit für Schüler
− Optische Trennung Platzraum / Verkehrsbereiche
− Keine Parkflächen auf dem Platz, aber in unmittelbarer Nähe
Themenfeld Platzgestaltung / Möblierung
Möblierungselemente
− Erlebbares (Winternutzung Eisbahn Wasserfläche /‐lauf Wasser Eisbahn, lauf, nicht nur Brunnen)
− Begrünungselemente (Schatten, Aufenthaltsqualität, Fassadenbegrünung, einheimische Pflanzen) – fest oder transportabel?
− Kunstelemente mit Bezug zur Region (Rotweinbrunnen, Karl der Große, Boehringer, Sebastian Münster, Römerzeit etc.)
− Nur „sinnvolle“/erlebbare Elemente (keine Kunst um jeden Preis)
Themenfeld Umfeld
Randnutzungen am Platz
− Außengastronomie die auf den Platz Außengastronomie, hinaus wirkt
− Frequenzbringende Nutzungen in den Erdgeschossen
− Fassadengestaltung (Förderung, fachliche Unterstützung)
− Arkadengänge (Atmosphäre, schlechtes Wetter)
− Reduzierung der Werbeschilder (Negativbeispiel Edeka)
Anbindung
− Ausdehnung bis zum Bahnhof
− Optische Anbindung des Schulzentrums (Friedrich‐Ebert‐Straße mit gestalten)
− Einheit bilden (weiterführende Straßen, Einkaufszentrum)
− Keine Zweiteilung des Platzes durch Binger Straße
− Zufahrten kenntlich machen (Aufpflastern, Abgrenzen)
Interessante Einzelideen
Benennung des Stadtplatzes
- Wichtiges Thema! Vielfacher Wunsch, dass hiermit eine Marke geschaffen werden muss (Unverwechselbarkeit)
- Vermarktung des Namens ähnlich wie Fußballstadien (Geldbetrag für Namensgebung über bestimmten Zeitraum)
- Sollte nach einem Bürger benannt werden, der für Demokratie steht
Kunst auf dem Platz
- Identitätsstiftendes Merkmal schaffen, Wahrzeichen für Ingelheim
- Stern zu den Himmelsrichtungen der Partnerstädte, in der Mitte das Stadtwappen von Ingelheim in verschiedenen Steinarten (Farben)
- Agenda-Projekt Karl Co als Dauerkunstobjekt





























