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Albert Boehringer
Er ist am 7. Juni 1890 in Ingelheim, in der damals Krebs'schen, heute Schneider'schen Villa an der Bahnhofstraße geboren.
Nach dem Dienst als Einjähriger und seiner Ausbildung zog er 1914 mit seiner Truppe, dem bayrischen Chevauleger-Regiment ins Feld. Dieses geht, was in Ingelheim vermerkt werden muss, auf die kurpfälzische Oberrheinische Kreisschwadron zurück, deren erster Befehlshaber, Generalwachtmeister von Closs, in der Ingelheimer Remigiuskirche begraben liegt.
1919 trat Albert Boehringer in das väterliche Geschäft ein, das er seitdem mit seinem Schwager Liebrecht seit 1920 und dem Bruder Ernst seit 1927 leitet. Hatte der Vater den Aufstieg von einem bescheidenen Fabrikchen zum stattlichen vielseitigen Betrieb erlebt und persönlich gestaltet, so setzt nun ein neues Stadium der Entwicklung ein.
Die Firma wird durch die rasende technische und chemische Entwicklung des letzten Vierteljahrhunderts zum Großbetrieb mit einer Fülle ständig wechselnder Aufgabenbereiche, mit einem Stab verantwortlicher Mitarbeiter, der immer mehr der Stadt Ingelheim das Gepräge gibt und aus ihrem Leben und ihrer Erscheinung nicht mehr wegzudenken ist.
So wurde ihm "in Anerkennung und Würdigung der großen Verdienste, welche sich die Familie Boehringer um die Entwicklung der Stadt Ingelheim erworben hat", wie es im Ratsprotokoll steht, am 7. Juli 1951, seinem 60. Geburtstag, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Ingelheim verliehen.
Er starb am 11. Februar 1960 und wurde im Familiengrab auf dem Nieder-Ingelheimer Friedhof beigesetzt.





















