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Zeittafel

etwa 50.000 v. Chr.

  • (Altsteinzeit) Eiszeitliche Faustkeilfunde und vielfältige variierende grobe Quarzitwerkzeuge belegen die frühe Anwesenheit des hominiden Neandertal-Typs 

4000 bis 2000 v. Chr.

  • (Jungsteinzeit) Siedlungsspuren verschiedener neolithischer Agrarkulturen. Aus der Fülle des Fundmaterials heben sich diverse polierte Steinbeile, Feuersteinpfeilspitzen und ein großes unversehrtes Vorratsgefäß exklusiv ab 

ca. 1800 bis 500 v. Chr. ( Bronze- und Eisenzeit)

  • Besonders die Urnenfelder und Hallstattkulturen werden durch reiche keramische Hinterlassenschaften des täglichen Gebrauchs wie auch des Grabkultes repräsentiert

ca. 400 bis 100 v. Chr.

  • Die keltische Epoche ist mit soliden und unverwechselbaren Bestattungen und Münzfunden bezeugt 

ca. 100 v.Vhr. bis Mitte des 5 Jhdts. n. Chr. (Römerzeit)

  • Kolonisatorische Erschließung des Mainzer Umlandes, dichte Folge von „villae rusticae“ an Selz und Rhein, mögliches Ortszentrum im Bereich des Winzerkellers, Friedhofskomplexe

6. und 7. Jhdt. (Völkerwanderung)

  • Fränkische Landnahme und Besiedelung; Gründung von Nieder- und Ober-Ingelheim, Frei-Weinheim und Groß-Winternheim; archäologisch erforschtes Gräberfeld an der Rotweinstraße;
  • Bau der St. Remigiuskirche in Nieder-Ingelheim (2. Hälfte 7. Jhdt.) 

788

  • Reichsversammlung unter Karl dem Großen, erster Hinweis auf den Bau der Kaiserpfalz in Nieder-Ingelheim 

807

  • Ältestes urkundliches Dokument mit der Erwähnung Ingelheims als imperialer Palast „(palatium ingelinheim) 

um 900

  • Bau des (noch) erhaltenen Wach-, Wehr- und Kirchturmes in Groß-Winternheim 

10. bis 11.Jhdt.

  • Errichtung der Saalkirche unter den Ottonen, Synoden und Reichsversammlungen, Ingelheim steht im lichten Ruf einer bevorzugten Osterpfalz sächsischer und salischer Herrscher 

31.12.1105

  • erzwungene Abdankung Heinrich IV in Ingelheim, Verfluchung

1375

  • Verpfändung des „sog. Ingelheimer Reiches“ an Kurpfalz (Heidelberg) durch Karl IV, Stiftung eines Augustiner-Chorherren-Klosters im ehemaligen „Saal“ 

14./15. Jhdt.

  • Blütezeit des „Ingelheimer Oberhofes“ als kaiserliches Berufungsgericht mit Sitz in Ober-Ingelheim 

15. Jhdt.

  • Hochgotischer Ausbau der Ingelheimer Burgkirche als Nachfolgebau einer romanischen St. Wigbertskirche 

1488

  • 20. Januar – Geburt des Kosmographen Sebastian Münster in Nieder-Ingelheim (sein Bildnis zierte den alten 100-DM-Schein) 

1802–1814

  • Ingelheim unter französischer Herrschaft, Ober-Ingelheim wird Kantonshauptort im Departement Mont Tonnere („Donnerberg“) 

1816

  • nach dem Wiener Kongreß kommt der Ingelheimer Grund als Patentschaft an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt 

1848/49

  • Dr. Martin Mohr, demokratischer Abgeordneter der Region in der Frankfurter Paulskirchen-Versammlung 

1859

  • Eröffnung der Bahnlinie Mainz – Bingen – Köln (sog. „Ludwigsbahn“) 

1885

  • Gründung der Chemie-Fabrik C. H. Boehringer und Sohn, allgemein aufstrebende Industrialisierung 

1887

  • Der holländische Schriftsteller Dr. Eduard Douwes Dekker, genannt „Multatuli“ stirbt „auf der Steig“, wo er seit Ende 1880 zurückgezogen lebte 

1890

  • Gründung "Höhere Bürgerschule", heute Sebastian-Münster-Gymnasium 

1918–1930

  • Französische Besatzung in Ingelheim, Separatistenkämpfe 

1938/39

  • Bau des Städtischen Krankenhauses, 1994 erweitert 1938 in der Reichspogromnacht Zerstörung der Synagoge in Ober-Ingelheim, Auslöschen der jüdischen Bevölkerung 

1939

  • Stadtwerdung Ingelheims durch Vereinigung von Ober-Ingelheim, Nieder-Ingelheim mit Sporkenheim und Frei-Weinheim zur Stadt Ingelheim am Rhein, mit Wirkung vom 1. April 1939 

1939/45

  • Zweiter Weltkrieg. Ingelheim zählt 572 Gefallene und 98 Vermisste 

März 1945

  • Besetzung durch amerikanische Truppen 

1945/48

  • Ingelheim erneut Teil der französischen Besatzungszone 

1946

  • Erster frei gewählter Stadtrat 

1947

  • Gründung des Landes Rheinland-Pfalz. Ingelheim wird Teil des Regierungsbezirkes Rheinhessen des Landkreises Bingen; Einrichtung der Volkshochschule Ingelheim 

1957

  • Gründung der heutigen Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung, früher Pädagogische Arbeitsstelle für Ostfragen 

1964

  • Mit dem Bau der Versöhnungskirche festigt sich die Entstehung des Stadtteils Ingelheim-West 

1966

  • Eröffnung des Städt. Schwimmbades 

1969

  • Gründung des Landkreises Mainz-Bingen 

1972

  • Groß-Winternheim wird durch Auseinandersetzungsvertrag eingemeindet 

1973

  • Ingelheim am Rhein erhält den Rechtsstatus einer großen kreisangehörigen Stadt 

1980

  • Ingelheim wird durch das Landesentwicklungsprogramm zum Mittelzentrum deklariert 

1982

  • Einweihung des neuen Rathauses im Stadtzentrum. In Ingelheim wird eine Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber Rheinland-Pfalz eingerichtet 

1984

  • Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Nieder-Ingelheim 

1985

  • Einweihung des Altenzentrums „Im Sohl“ 

1988

  • Einweihung des städtischen Hauses der Jugend. Beginn der Erschließung des Gewerbegebietes „In der Schaafau“ entlang der Konrad-Adenauer-Straße 

1996

  • Durch Beschluß vom Jahre 1992 wird Ingelheim Kreisstadt und Sitz der Kreisverwaltung Mainz-Bingen 

1997

  • Ingelheim geht ins Internet 

2001

  • Die Aula regia in der Kaiserpfalz Ingelheim wird feierlich eröffnet 

2002

  • Inbetriebnahme der Umgehungsstraße L 428 neu nach über 30-jähriger Planungsphase 

2004

  • Einweihung des erweiterten Museums und Besucherzentrums bei der Kaiserpfalz.

2005

  • Neubau des Bürgerhauses Frei-Weinheim
  • Eröffnung des Sport-, Freizeit- und Wellness-Bad "rheinwelle"

2006

  • Anschluss der Römerstraße an den neuen Kreisel Konrad-Adenauer-Straße

 

Weitere Info's zur Geschichte beim Historischen Verein:
www.histvereiningelheim.de