Hilfen für Menschen mit Behinderung

Antrag auf Feststellung einer Behinderung

Nach den Vorschriften des Schwerbehindertenrechts werden die gesundheitlichen Behinderungen und deren Auswirkungen auf Antrag festgestellt.

Die getroffenen Feststellungen über Behinderungen und die gegebenenfalls ausgestellten Ausweise sind im übrigen Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen wie zum Beispiel:

  • Gleichstellung als schwerbehinderter Mensch (bei GdB von 30 oder 40),
  • Zusatzurlaub,
  • Steuerermäßigung,
  • besonderer Kündigungsschutz für Schwerbehinderte,
  • Begleitende Hilfe im Arbeitsleben,
  • unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr,
  • Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht, Telefongebührenermäßigung.

Parkausweis für Menschen mit Behinderung

Schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (Merkzeichen "aG") oder blinde Menschen (Merkzeichen "Bl") können einen blauen EU-Parkausweis beantragen.

Den Schwerbehindertenparkausweis erhalten Sie beim Ordnungsamt

Antrag kann wie folgt gestellt werden:
- persönlich,
- durch Zusendung von Kopien der Unterlagen per Post.

Der Schwerbehindertenparkausweis ist personenbezogen und kann nur im Beisein der schwerbehinderten Person genutzt werden.

Sie können den Parkausweis bei persönlicher Beantragung gleich mitnehmen. Bei schriftlicher Beantragung per Post wird der Ausweis zeitnah zugesendet.

Parkerleichterung für Menschen mit Behinderung

Liegt ein Schwerbehindertenausweis mit Merkmal aG oder Bl (außergewöhnliche Gehbinderung / Blindheit) vor, können Sie bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadtverwaltung Ingelheim eine Ausnahmegenehmigung beantragen (formlos), mit der Sie beim Parken und Halten folgende Erleichterungen in Anspruch nehmen können:

  • Parken im eingeschränkten Halteverbot bis zu drei Stunden (die Ankunftszeit muss auf einer Parkscheibe angezeigt werden),
  • Parken im Zonenhalteverbot über die zugelassene Parkdauer hinaus,
  • Parken an Parkuhren und Parkscheinautomaten gebührenfrei und zeitlich unbegrenzt,
  • Parken auf Anwohnerparkplätzen bis zu drei Stunden,
  • Parken in Fußgängerzonen während der Ladezeiten,

Sofern bei Ihnen die beiden vorher genannten Merkmale nicht bescheinigt sind, kann Ihnen eventuell dennoch Parkerleichterungen gewährt werden, sofern Sie nach § 46 Abs. 2 Satz 1 der StVO zu der "besonderen Gruppe Schwerbehinderter in Rheinland-Pfalz" gehören. Einen entsprechenden Antrag, in dem auch die Voraussetzungen genannt sind, können Sie hier herunterladen. Zu diesem Antrag wird die Straßenverkehrsbehörde eine Stellungnahme des Amtes für soziale Angelegenheiten anfordern. Die Parkerleichterung für diese "besondere Gruppe" gilt allerdings nur in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Hostein, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Bremen.

Antrag auf Feststellung einer Behinderung

Ansprechperson

Christine Jacobi-Becker

Parkausweise und Parkerleichterungen für Menschen mit Behinderung

Ansprechperson

Tanja Seckler

  • Abteilung:
    Allgemeine Ordnungsaufgaben, Pass- u. Meldewesen
  • Ordnungs- und Standesamt

    Telefon: +49 6132 782-180
    Telefax: +49 6132 782-163
    E-Mail: tanja.seckler(at)ingelheim.de