Neues Feuerwehrhaus – Plan steht und Budget beschlossen

Bild: Visualisierung des neuen Feuerwehrgebäudes. Foto: Architekturbüro Braunger und Wörtz

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses und des Bau- und Planungsausschusses beschäftigten sich in den vergangenen Sitzungen mit dem Neubau des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr. Es wurde beschlossen, das Gesamtbudget auf 17,6 Millionen Euro zu erhöhen.

„Die Freiwillige Feuerwehr Ingelheim bekommt einen Neubau. Der Standort in der Georg-Scheuing-Straße ist zu klein und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen“, erklärt Wehrleiter Hans-Peter Stoffel. 2015 wurden ein VOF-Verfahren und ein Realisierungswettbewerb durchgeführt. Den ersten Preis erhielt die Entwurfsplanung des Architekturbüros Braunger und Wörtz Architekten aus Ulm. In weiteren Verfahren wurden Büros für die Haustechnik und Tragwerksplanung und Bauphysik beauftragt.

Viele Planungswerkstätten haben mittlerweile stattgefunden. Nach gut einem Jahr steht der finale Plan. Er wurde im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt und soll im April beschlossen werden. Das Baukostenbudget von geschätzten 10 Millionen  Euro kann gehalten werden. Hinzu kommen rund 1,7 Millionen Euro für die Feuerwehrspezifische Ausstattung und ein Puffer. Der Finanzausschuss beschloss das Grundbudget von 17,6 Millionen Euro einstimmig“, bestätigt die zuständige Dezernentin, Bürgermeisterin Eveline Breyer.

„Der Leitfaden zum wirtschaftlichen Bauen findet bei diesem Bauvorhaben erstmals Anwendung. Er soll energetische Systemlösungen unter der Beachtung der Gesamtkosten und der Nutzungsdauer im Rahmen der jeweiligen Leistungsphase bis zur Umsetzung und Fertigstellung anwenden“, erläutert Projektleiter Ralf Wolf. Im Rahmen der Langlebigkeit gibt es Argumente für eine qualitativ hochwertige Bauausstattung. Aus diesem Grund haben die Gremien dem Einsatz von Rüttelfliesen zugestimmt. Der Vorteil bei diesen Fliesen ist die Langlebigkeit und die geringen Instandhaltungskosten, so dass sich dieser finanzielle Mehraufwand amortisieren wird. Weiterhin stimmten die Ausschüsse zu, die Dachabdichtung mit einer bituminösen Abdichtung anstatt einer Kunststoffbahn auszuführen, so dass die Freiwillige Feuerwehr auch auf dem Dach üben kann. Darüber hinaus wird der Neubau für eine etwaige Aufstockung vorgerüstet. Diese Beschlüsse führten zu einer Budgeterhöhung auf 17,8 Millionen Euro. Der Beschluss, die Fahrzeughalle mit sogenannten Stahlfalttoren anstatt mit Sektionaltoren (Rolltoren) auszustatten wurde auf die nächste Haupt- und Finanzausschusssitzung vertagt.