Neues Feuerwehrhaus ist für die Zukunft gerüstet

Die Planung für das neue Feuerwehrhaus steht. Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Ingelheim hat die Planung beschlossen, der Haupt- und Finanzausschuss das Budget. Dieses wurde aufgrund von drei Vorschlägen, die sich über die Zeit amortisieren und einen klaren Vorteil in der Nutzung bringen, erhöht. Dabei handelt es sich um den Einsatz von langlebigeren Rüttelfließen sowie einer bituminösen Abdichtung des Daches, damit die Feuerwehr auch auf dem Gebäudedach üben kann. Darüber hinaus wird bereits jetzt mehr in den Neubau investiert, um eine Aufstockung des Gebäudes in der Zukunft zu ermöglichen.

Intensiv besprochen wurde der Einbau der Torarten. Hier standen zwei Torarten zur Wahl: Das bekanntere Modell der Sektionaltore (Rolltore) sowie das Modell der Falttore. Sowohl die Fachausschüsse haben darüber diskutiert, als auch Vor-Ort-Besichtigungen bei anderen Wehren stattgefunden. Gerade der Vergleich der manuellen Öffnungsmechanismen habe gezeigt, dass der Vorteil der Falttore gegenüber den Rolltoren nicht in dem Umfang gegeben ist, dass eine Budgeterhöhung von mehr als einer halben Millionen Euro vertretbar wäre. „Am Ende hat die Verwaltung vorgeschlagen, dass rund 550.000 Euro teurere Modell der Falttore nicht einzubauen, da sich die Mehrkosten nicht durch einen höheren Nutzen rechtfertigen lassen“, erklärt die zuständige Dezernentin, Bürgermeisterin Eveline Breyer.

Die von der FWG in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen, es werde bei Sicherheitsfragen gespart, treffen nicht zu, so Breyer. „Hätten die Falttore so viel schneller geöffnet, dass die Einsatzzeiten merklich reduziert würden, hätte die Verwaltung den Vorschlag aufrecht erhalten und ich bin mir sicher, die Gremien hätten dem auch zugestimmt.“ Und sie ergänzt: „Weder die Sicherheit der Bürger noch die der Feuerwehrfrauen und –männer wird durch diese Entscheidung gefährdet. Schaut man sich die Planung an, sieht man, dass Rat und Verwaltung die Feuerwehr optimal ausstatten werden.“

Im Nachgang an die Diskussion in den Ausschüssen wird der Architekt die Planung dahingehend überprüfen, ob die Sektionaltore schräg nach oben in Richtung Decke geöffnet werden können, so dass das Arbeiten auf den Fahrzeugen auch bei geöffneten Toren möglich sein wird.