Im Busverkehr läuft es wieder rund – Angebot nach Frei-Weinheim soll verbessert werden

Bild: Busbahnhof in Ingelheim. Foto: Stadtverwaltung

Das Angebot rund um den Stadtbus muss zuverlässig, pünktlich und freundlich sein. Da dies nicht immer der Fall ist, hat sich die Bürgermeisterin Eveline Breyer seit dem Unternehmenswechsel im Dezember 2016 bereits mehrere Male mit der Unternehmensführung der DB Regio Süd-West, Hans-Egon Link und Joachim Mader getroffen. Nun wurde folgendes vereinbart: „In den Treffen mit den Fahrern und der Unternehmensführung wurde deutlich, dass es vor allem bei der Linie 611 Handlungsbedarf gibt. Sie ist zu Stoßzeiten überfüllt und gerade Kunden mit Rollatoren, Kinderwägen und Fahrrädern finden oftmals keinen Platz mehr.“ Deshalb wird Breyer nach der Sommerpause dem Rat vorschlagen, diese Linie zu verstärken. Es werden zwei Varianten in Praxis und finanzieller Hinsicht geprüft und gegenübergestellt: 1. Öffnung der zweiten, hinteren Tür bei gleichzeitiger Erhöhung der Kontrollen im Bus sowie 2. Erhöhung des Taktes Richtung Frei-Weinheim auf 15 Minuten.

Anfangsschwierigkeiten im Betrieb und zahlreiche Fahrtausfälle führten zu Unmut bei den Kunden und der Dezernentin. „Die Gespräche haben gezeigt, dass sich das Unternehmen bemüht hat, schnellstmöglich die Probleme aufzuarbeiten“, so Breyer. Trotzdem ziehen die Ereignisse des Frühjahrs Pönalen nach sich. Diese werden nun berechnet und nach der Sommerpause dem Finanzausschuss mitgeteilt. Aber nicht nur mit den Geschäftsführern wollte Breyer sprechen. Ihr war es auch wichtig, selbst von den Busfahrern zu hören, was gut und was schlecht läuft.

So fand im Juni ein Kennen-Lern-Frühstück statt. „Das Gespräch mit den Fahrern, die tagtäglich im Stadtverkehr Ingelheim im Einsatz sind, war sehr aufschlussreich“, so Breyer. Ganz offen wurden zahlreiche Fragen gestellt. Die Runde sprach darüber, warum es heutzutage notwendig ist, Stadtbusverkehre europaweit auszuschreiben sowie über den Arbeitsalltag: über Erfahrungen mit Fahrgästen, Verspätungen aufgrund hohen Verkehrsaufkommens sowie über den Umgang mit behinderten Fahrgästen. Über 20 Fahrer nutzten die Gelegenheit, sich mit Bürgermeisterin Breyer auszutauschen. Breyer und Link vereinbarten den angefangen, guten und regen Austausch beizubehalten und sich in regelmäßigen Abständen wieder zu treffen.