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Ein Stapel Tageszeitungen

Ingelheim am Rhein für Integration und Vielfalt ausgezeichnet

Es war eine Überraschung, als die Stadt Ingelheim eine Einladung nach Brüssel zur Preisverleihung Europäischer Städte zur Förderung von Integration und Vielfalt erhielt. „Begonnen hat es mit einer Bewerbung im Februar“, verrät Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim. „Niemand hatte damit gerechnet, dass wir es mit unserem Einsatz zur Förderung von Integration und Vielfalt auf einen Finalplatz schaffen“, so Gillebeert.

Dem Aufruf sind 82 europäische Kommunen gefolgt. Ingelheim am Rhein wurde in der Kategorie der Kommunen mit einer Einwohnerzahl von weniger als 50 000 Personen mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Den Preis erhielt die Stadt für den „Ingelheimer Weg und den Umgang mit Vielfalt und Migration“, der in Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen, Vereinen, Initiativen und Institutionen umgesetzt wurde. Gold ging an Koprivnica in Kroatien und Bronze an das spanische Antequera. „Wir haben erlebt, dass gefährdete Gruppen in Krisenzeiten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Wir ehren diese Städte, die mit gutem Beispiel vorangehen, die Würde und Freiheit aller Menschen in unseren Gemeinschaften zu schützen. Während wir die Gewinner feiern, werden wir daran erinnert, wie wichtig solche Initiativen sind, um die Werte zu unterstützen, die unsere Union auf allen Ebenen repräsentieren“, betonten die für Werte und Transparenz zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Věra Jourová, und die EU-Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli.

Oberbürgermeister Ralf Claus zeigt sich stolz, dass es gelungen ist, das gemeinsame Eintreten für Gleichheit und Vielfalt über die Stadtgrenzen Ingelheims zu präsentieren. „Die Werte Vielfalt und Inklusion sind in unserem städtischen Leitbild stark verankert. Diese Auszeichnung zeigt, dass unsere gemeinsame Arbeit mit vielen unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern auf europäischer Ebene wertgeschätzt und als dringend notwendig erachtet wird. Der Preis ist eine große Motivation für all diejenigen, die sich in unserer Stadt für Vielfalt und gleichberechtigte Teilhabe einsetzen und spornt hoffentlich diejenigen an, die noch nicht dabei sind, mitanzupacken“, betont OB Claus.
OB Claus und Gillebeert bedanken sich beim Team der Stabsstelle sowie bei allen Kooperationspartnerinnen- und partnern für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Dieser Preis ist unser Aller Preis.

Hintergrund
Der Preis für Europäische Hauptstädte der Integration und Vielfalt wird von der Generaldirektion Justiz und Verbraucher (GD JUST) der Europäischen Kommission organisiert und würdigt die Arbeit von Städten, Gemeinden und Regionen in der Europäischen Union zur Förderung von Integration und zur Schaffung von Gesellschaften ohne Diskriminierung. Damit erhalten Kommunen die Möglichkeit, ihre Maßnahmen und Initiativen für vielfältigere und integrativere Räume für ihre Bürgerinnen und Bürger vorzustellen.
Bei der Preisverleihung werden Initiativen für Vielfalt und Integration geehrt, die verschiedene Gründe für Diskriminierung (Geschlecht der ethnischen Herkunft, Religion oder Glaube, Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung) und Intersektionalität thematisieren.