Seit August 2020: Feldschütz kontrolliert Gemarkung

Feldschütz Daniel Pietrusky. Bild: Stadtverwaltung/dtg

Dialog statt Konfrontation, so lautet das Motto von Feldschütz Daniel Pietrusky. Seit August 2020 ist der 36-Jährige als Angestellter des städtischen Ordnungsamtes dafür zuständig, die Flächen des Stadtgebietes außerhalb der bebauten Bereiche zu kontrollieren.

Sein Aufgabenbereich ist vielfältig:
- die Kontrolle der Anleinpflicht für Hunde im Naturschutzgebiet,
- die Verwarnung von falschparkenden Kraftfahrzeugen,
- das Vorgehen gegen illegale Müllablagerungen,
- und noch vieles mehr.

Die Leinenpflicht und die Kontrolle des ruhenden Verkehrs sind dabei Schwerpunkte seiner Arbeit, berichtet Pietrusky. Dabei sucht er immer das Gespräch und wirbt um Verständnis für die richtigen Verhaltensweisen: „Die Menschen können auf mich zukommen, das ist mir sehr wichtig. Ich möchte ein verlässlicher Ansprechpartner für alle sein, die sich in der Gemarkung bewegen.“ Dazu zählen neben Spaziergängern und Hundehaltern auch Winzer, Landwirte, Jäger und Naturschützer, für die er stets ein offenes Ohr hat. Außerdem inspiziert der Feldschütz Wanderwege, macht Kontrollbesuche bei Haltern von als gefährlich eingestuften Hunden, fragt Angelscheine ab und hat generell stets ein wachsames Auge für die Umgebung.

Pietrusky ist es ein Anliegen, dass alle Ingelheimerinnen und Ingelheimer über ihn und seine Tätigkeit informiert werden. Deshalb ist er aktuell darum bemüht, noch nicht Verwarngelder im großen Stil zu verhängen, sondern aufzuklären, was genau nicht erlaubt ist und aus welchem Grund. Er hat auch immer ein paar Informationsflyer im Gepäck, um den Menschen eine kleine Übersicht über korrektes Verhalten in der Gemarkung an die Hand zu geben. „Einige Hundehalter sind sich zum Beispiel nicht der Tatsache bewusst, dass für ihr Tier im Naturschutzgebiet eine Anleinpflicht besteht“, nennt Pietrusky ein Beispiel für die Notwendigkeit zur Aufklärung. Im Falle von unzulässig abgestellten Autos hat der Feldschütz allerdings schon mehrmals ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro verhängt. Obwohl das naturgemäß nicht immer freundliche Reaktionen auslöst, kann Pietrusky von seinen ersten Monaten im Dienst nur Gutes berichten: „Auch, wenn ich den Menschen manchmal klarmachen muss, dass bestimmte Dinge verboten sind, ist noch nie jemand ausfallend geworden. Im Gegenteil, ich erfahre viel Verständnis für meine Arbeit. Dafür bin ich dankbar und möchte dies im Umgang miteinander zurückgeben, wo immer ich kann.“

Aufgabengebiete

Ein Phänomen, mit dem Daniel Pietrusky täglich konfrontiert wird, ist der ruhende Verkehr in der Gemarkung. Denn in vielen Fällen ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen auf und an Feldwegen nicht erlaubt. „An den Eingängen der Feldwege erkennt man anhand der Schilder, ob der Feldweg überhaupt befahren werden darf“, erklärt Pietrusky. Wenn das bekannte Schild „Verbot für Fahrzeuge aller Art“, ein roter Kreis um eine weiße Fläche, oder das verwandte Schild „Verbot für Kraftfahrzeuge“, ein roter Kreis um ein schwarzes Zweirad und ein Auto, angebracht sind, darf der Weg nicht befahren werden. Ausnahmen gelten lediglich für Anlieger und landwirtschaftlichen Verkehr. Wird ein Fahrzeug vorgefunden, das an einem solchen Weg abgestellt ist, muss Pietrusky ein Verwarngeld verhängen. „Im Augenblick sehe ich meistens noch davon ab. Stattdessen kläre ich mit einem Informationsflyer darüber auf, dass hier normalerweise 30 Euro Verwarngeld fällig wären“, erläutert der Feldschütz.

Widerrechtliches Parken kann auch außerhalb des bebauten Stadtgebietes ernste Folgen haben. In der Gemarkung kann die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge genauso wichtig werden, wie im bebauten Gebiet. Darum kann als äußerstes Mittel das Abschleppen widerrechtlich parkender Fahrzeuge angeordnet werden.

Als Beispiel für Gebiete mit vielen „inoffiziellen“ Parkplätzen nennt Pietrusky den Mainzer Berg und speziell die Westerhausstraße: „Viele möchten die attraktiven Spaziergänge genießen, die unsere Gemarkung bietet. Vermutlich treibt momentan das vermehrte Homeoffice die Menschen in ihrer Freizeit umso stärker nach draußen. Dagegen spricht natürlich nichts, solange auf den vorgesehenen Flächen geparkt wird.“ Oft sind Gewohnheit und Unwissenheit schuld, wenn widerrechtlich geparkt wird. Der Feldschütz steht deshalb gern für Fragen zur Verfügung und möchte im Gespräch Überzeugungsarbeit leisten, damit das Verhängen des Verwarngeldes auch in Zukunft die Ausnahme bleiben kann.

Ansprechperson

Daniel Pietrusky

  • Abteilung:
    Abteilung für allgemeine Ordnungsaufgaben, Personenstandswesen und Vollzugsdienst
  • Ordnungs- und Standesamt

    Telefon: +49 6132 782 794
    E-Mail: daniel.pietrusky(at)ingelheim.de