Zebrastreifen auf der Rheinstraße soll Fußgängerampel werden

Bild: Fußgängerüberweg auf Höhe der Theodor-Fliedner-Straße. Foto: Stadtverwaltung

Vor wenigen Wochen kam es in der Rheinstraße in Ingelheim-West zu einem Unfall. An dem Fußgängerüberweg, auf Höhe der Theodor-Fliedner-Straße, wurde ein Kind angefahren. Die Stadtverwaltung Ingelheim hat diesen Bereich der Rheinstraße nach dem Unfall neu bewertet. „Dies ist nun möglich, da vor einigen Jahren die Rheinstraße von einer Landesstraße zur Gemeindestraße abgestuft wurde und somit in die Zuständigkeit bei der Stadt Ingelheim liegt“, erklärt Bürgermeisterin Eveline Breyer. 

„Eine aktuelle Zählung des Fußgängeraufkommens zeigt, dass die Zahl an querenden Personen, gegenüber der letzten Erfassung, gestiegen ist. Aufgrund der höheren Anzahl an Querungen, der hohen Zahl an Autos und des Bedarfs nach einer Querung der Rheinstraße an dieser Stelle, sind aus Sicht der Verwaltung, nun die Kriterien gegeben, anstelle eines Fußgängerüberweges eine Fußgängerampel zu installieren,“ so Breyer weiter.

Eveline Breyer steht mit der Familie des angefahrenen Kindes in Kontakt und ist sehr froh, dass das Mädchen keine Folgeschäden vom Unfall haben wird. „Wir wünschen weiterhin gute Besserung und drücken die Daumen zur schnellen Genesung“, heißt es aus dem Rathaus.

Polizei und Ordnungsamt appellieren jedoch an alle Fußgänger und insbesondere an Kinder, sich an einem Fußgängerüberweg oder Fußgängerampel nicht in Sicherheit zu wiegen. Denn immer wieder kommt es vor, dass ein Fußgängerüberweg oder auch eine rote Ampel vom Fahrzeugführer übersehen wird. Die Beurteilung, ob ein Zebrastreifen erforderlich und sinnvoll ist oder sogar eine Fußgängerampel, orientiert sich an den Richtlinien für das Anlegen von Fußgängerüberwegen. Maßgebend sind das Verkehrsaufkommen und die Anzahl an querenden Personen. So sollten für das Anlegen eines Fußgängerüberweges in der Spitzenstunde mindestens 50 Personen den Fußgängerüberweg nutzen und überqueren. Es wurde vor vielen Jahren beschlossen, auch wenn diese Anzahl nicht erreicht wurde, aufgrund der einzigen Querungsmöglichkeit zwischen Roter Turm und Nahering und wegen des Schulweges zur Theodor-Heuss-Schule und Kurt-Schumacher-Schule, einen Fußgängerüberweg anzulegen. Denn: Von der Richtlinie kann etwas nach unten abgewichen werden, sofern besondere Gründe dies rechtfertigen. Dies sieht die Verwaltung vor allem in der sehr hohen Zahl an Autos sowie der gestiegenen Zahl an querenden Kindern und Erwachsenen.