Vom kalten Deutschland in den israelischen Frühling

Foto: Stadt Ingelheim/Rotem

15 Jugendliche aus Ingelheim waren in den Osterferien zu Besuch in Afula in Israel. Der Besuch war Teil der jährlichen Jugendbegegnung, die die befreundeten Städte Afula und Ingelheim schon seit 30 Jahren pflegen. Diese lange und regelmäßige Kooperation wird durch konstante finanzielle Zuschüsse durch ConAct und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Der Schwerpunkt dieser Jugendbegegnung liegt darin, einander kennen zu lernen, sich auszutauschen, Vorurteile abzubauen, den Erfahrungs- und Wissenshorizont zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Gemeinsam mit ihren 15 israelischen Gastgebern erkundeten die Jugendlichen einen Großteil von Israel. Mit selbstgebastelten Willkommensschildern wurde die deutsche Gruppe nachmittags am Flughafen von Tel Aviv freudig empfangen.

Bereits auf der Fahrt zum Kibbutz Hukok in der Nähe des Sees Genezareth kamen die Jugendlichen in guten Kontakt. Der Reiseleiter und Pädagoge Rotem führte die Gruppe zunächst in den Norden in den Golan und zum Raften auf dem Jordan. Unter seiner Führung wurde im Karmelgebirge gewandert, ging es zum Navy Museum und den Bahai Gärten nach Haifa, wurden in Tel Aviv verschiedene Märkte besucht, Jerusalem besichtigt und in die Wüste gefahren. Überall wo die Gruppe hinkam, traf sie auf Menschenmassen. Aufgrund des jüdischen Pessachfestes  pilgerten nicht nur die Ingelheimer mit ihren israelischen Freunden sondern auch hunderttausende Israelis durch das ganze Land. Die Klagemauer und das Wadi David waren beeindruckende Orte, die man zu keiner anderen Zeit mit so vielen anderen Menschen teilen musste. Die Übernachtung in Kfar Hanukdim, dem Beduinendorf in der Wüste Negev, der Kamelritt am Morgen und der Besuch des Toten Meeres waren weitere Höhepunkte des Programms. Die Jugendlichen profitierten von einer ausgeglichen Mischung aus Naturerlebnissen, Freizeitspaß und Bildung. Beim Besuch der Holocaust Gedenkstätte und Museum Yad Ve Shem in Jerusalem waren alle sehr betroffen und es flossen einige Tränen. Die Gruppe nutze diesen Besuch dazu um in Anschluss gemeinsam darüber zu reflektieren und die Gedanken auszutauschen. Ein Tagesseminar im jüdisch-arabischen Friedenszentrum Givat Haviva zum Leben der Palästinenser mit und ohne israelischen Pass und die Beziehungen, Vorbehalte und Ängste der Israelis und Palästinenser sowie der Besuch des Kibbutz Mishmar Haemek waren einprägsame Erfahrungen. Hierbei lernten die Jugendlichen viel über religiöse, politische, sowie kulturelle Differenzen und Konflikte innerhalb des Staates Israel.

Die nächste deutsch-israelische Jugendbegegnung in Ingelheim findet voraussichtlich in den nächsten Osterferien statt. Die Jugendbegegnung richtet sich an Jugendliche aus Ingelheim im Alter von 15 bis 18 Jahren und ist so konzipiert, dass die Jugendlichen sowohl an einer Begegnung in Ingelheim als auch an einer Begegnung in Afula teilnehmen sollten. Informationen erhalten Sie im Jugend- und Kulturzentrum Yellow bei Isabelle Prassé unter der Telefonnummer 06132 782-403 oder per E-Mail: isabelle.prasse@ingelheim.de.