Erfolgreicher Projektabschluss „Meine + deine = unsere Kultur“

Bild: Oberbürgermeister Ralf Claus und Beigeordnete Irene Hilgert überreichten die Zertifikate zum Abschluss des Workshops. Foto: Stadtverwaltung/dtg

22 engagierte und motivierte Flüchtlinge aus dem Kreis Mainz-Bingen nahmen an einem gemeinsamen Projekt des Museums bei der Kaiserpfalz, des Migrations- und IntegrationsBüros, des Beirates für Migration und Integration und der Volkshochschule teil. „Meine + deine = unsere Kultur“ lautete der Titel des dreitägigen Workshops. „Die Idee ist während der Interkulturellen Stadtführungen entstanden. Herausgekommen ist ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, in dem junge Männer ihre Kultur in Ingelheim einfließen lassen konnten“, verriet Dr. Nicole Nieraad-Schalke („Kultur muss knistern!“), die die Projektleitung inne hatte. Ziel war es anzuregen, Geschichte und Kultur der neuen Heimat kennenzulernen, den eigenen kulturellen Hintergrund zu reflektieren und aktiv am kulturellen Leben Ingelheims teilzuhaben.

Das wurde durch abwechslungsreiche Methoden, wie interaktive Dialog-Führungen oder das Anprobieren einer römischen Legionärsrüstung, aber auch durch den Einbezug von rheinhessischem Essen und interkultureller Musik erreicht. Zum Projektabschluss bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde überreicht, die nützlich für Bewerbungen sein kann. Oberbürgermeister Ralf Claus und Beigeordnete Irene Hilgert nutzten die Möglichkeit, die Urkunden persönlich zu übergeben. Besonderer Dank ging an die Initiatorinnen, die mit diesem Projekt einen wichtigen Baustein zur Integration gelegt haben. „Wir alle sind interkulturell und prägen mit unseren Kulturen das Stadtleben und das Leben weltweit“, fasste Ralf Claus zusammen. Dr. Dominique Gillebeert vom Migrations- und IntegrationsBüro dankte den Teilnehmern für ihr großes Engagement und ihre neugierige Offenheit in diesem innovativen Projekt. Sie betonte, wie wichtig es wäre, sich auf seine individuelle Art im Gemeinschaftsleben einzubringen. Sie selbst kam damals aus Belgien nach Ingelheim und wurde durch ihre gesellschaftliche Teilhabe schnell integriert, sowohl im Zusammenleben als auch in der Sprache.