Auch 2021: städtische Unterstützung für Soloselbstständige der Kunst und Kultur

Um die Menschen in der Kulturbranche während der Pandemie-Zeit zusätzlich zu unterstützen, hat der Stadtrat am 15. Juni 2020 das Förderprogramm für soloselbstständige Kulturschaffende nach dem Vorbild der Landesförderung beschlossen. In diesem Zuge wurden in Ingelheim elf Soloselbstständige mit jeweils 2.000 Euro gefördert, die zusätzlich zum Landesstipendium ausbezahlt wurden. Somit sind bislang 22.000 Euro der im Haushalt eingestellten 100.000 Euro abgerufen. Deshalb schlagen die Bürgermeisterin und Kulturdezernentin Eveline Breyer und das Amt für Kultur, Demografie und Ehrenamt vor, die Mittel ins nächste Jahr zu übertragen und das Förderprogramm über den 31. Dezember 2020 hinaus zu verlängern.

„Die Kulturschaffenden sind in besonderem Maße von der andauernden Krise betroffen, weil ihnen nahezu alle Einnahmen weggebrochen sind. Hier sehe ich uns als Stadt in der Pflicht, weiterhin alle Optionen zur Unterstützung zu prüfen und umzusetzen, was möglich ist“, betont die Kulturdezernentin. „Auch der Beginn des neuen Jahres wird für die Branche keine unmittelbare Verbesserung mit sich bringen. Daher bin ich froh, dass wir die freiwilligen Fördermaßnahmen ins Jahr 2021 verlängern“, so Breyer weiter.

Damit wird nächstes Jahr eine weitere Zuschusszahlung in Höhe von 2.000 Euro für hauptberufliche Soloselbstständige in Kunst und Kultur möglich. Die Überlegungen für 2021 gehen jedoch über den rein finanziellen Aspekt hinaus. So könnte ein Wochenende für und mit soloselbstständigen Kulturschaffenden organisiert werden, wobei mindestens ein Teil der Gage von der Stadt getragen würde. Auch Mitmach-Workshops mit einem abschließenden kleinen Festakt wären denkbar, um die Aufmerksamkeit auf die Kulturschaffenden zu lenken und dafür alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit ins Boot zu holen. „Auch aus der Bürgerschaft und dem Stadtrat haben uns mehrere kreative Ideen erreicht. Wir hoffen nun, dass im Lauf des Jahres 2021 wieder mehr möglich wird, um die Aktionen auch entsprechend planen und umsetzen zu können“, erklärt Breyer.