Begabtenförderung in Ingelheimer Kitas / Neues Fortbildungszentrum und Präsenzbetrieb in der Stiftung Kleine Füchse

Bild: Raule-Stiftung


Die Kleine Füchse Raule-Stiftung nimmt ihren Präsenzbetrieb wieder auf: Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln legen 19 weitere Erzieherinnen ihre Prüfung zur begabungspädagogischen Fachkraft ab. Im Vorfeld hatte sich die Stiftung ideal vorbereitet gezeigt: Die begabungspädagogische Zertifikatsfortbildung konnte trotz Covid-19 Lockdown unterbrechungsfrei online weitergeführt werden. Die Prüfung zur „Begabungspädagogischen Fachkraft Kleine Füchse“ konnte am 2. und 3. Juli 2020 bereits wieder persönlich und unter Anwesenheit des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung in Wiesbaden stattfinden. Mit neuen, eigenen Schulungsräumen schafft die Stiftung Kleine Füchse wichtige Grundlagen für die Erweiterung des Fortbildungsangebots.

Die Kleine Füchse Raule-Stiftung zeigte sich dank weit im Vorfeld verabschiedeter Digitalisierungsmaßnahmen bereit für den Corona-Lockdown im März des Jahres. Mithilfe von Web-Seminaren und einem Fortbildungskonzept, das den direkten Austausch der Teilnehmer und Lehrpersonen auch online zulässt, konnte die Stiftung mit dem Fokus auf Begabtenerkennung und Begabtenförderung insgesamt weitere 19 Erzieherinnen verzögerungsfrei mit dem Ziel ausbilden, am 2. und 3. Juli 2020 das Zertifikat „Begabungspädagogische Fachkraft Kleine Füchse“ zu erhalten.

Alle Prüflinge, darunter auch eine Erzieherin aus der Kinderkrippe Tannenweg in Ingelheim, bestanden die herausfordernde Klausur und überzeugten mit ihren vorgestellten Praxis-Projekten aus der integrativen Begabtenförderung in der Kita. Nach der Verleihung der Zertifikate lobten die neu ernannten Fachkräfte die gute und reibungslose Anpassung an die Corona-Vorgaben und die Verzahnung der digitalen und analogen Elemente ihrer Fortbildung.

Doch nicht nur der Digitalisierungsschub unterstützte die Leistungsfähigkeit der Wiesbadener Stiftung in herausfordernden Zeiten mit steiler Lernkurve. Dank neu eingerichteter, größerer Seminarräumlichkeiten im Nachbargebäude des Wiesbadener Verwaltungssitzes konnten die Zertifikats-Prüfungen nach festem Zeitplan und mit den vorgeschriebenen Personenabständen vorgenommen werden. Dank weiterer Lockerungen seit dem 6. Juli 2020 werden Präsenzfortbildungen nun auch wieder in den stiftungseigenen Räumlichkeiten stattfinden können. Die Web-Seminare kommen dennoch weiter zum Einsatz, insbesondere für das zukünftig bundesweite Seminarangebot.

Ursula Raule, Vorstand Stiftung Kleine Füchse: „In diesen schwierigen Zeiten war und ist unser Ziel eine realistische Kombination aus Digital- und Präsenzangeboten, um den Teilnehmern Perspektiven und Sicherheit zu vermitteln. Unsere Wertschätzung gegenüber den aktuell besonders geforderten Erziehern und Erzieherinnen soll Motivation sein, begabte und hochbegabte Kinder auch in Zukunft zu entdecken und zu fördern.“

Die Stiftung Kleine Füchse ist bereits seit 2008 in Ingelheim aktiv. Zu Beginn der Kooperation stand die Zusammenarbeit mit zunächst vier ortsansässigen Kindertagesstätten unter der Patenschaft der Böhringer Ingelheim GmbH, die mit ihrem finanziellen Engagement große unternehmerische und gesellschaftliche Weitsicht bewies. Im Rahmen der Zusammenarbeit konnte das pädagogische Fachpersonal so geschult werden, dass es Hinweise auf eine kindliche Begabung oder Hochbegabung sicher erkennen und die betroffenen Kinder entsprechend fördern kann. Seit 2010 finanziert die Stadt Ingelheim die Kooperation aus dem städtischen Haushalt und positioniert sich damit als erste deutsche Gemeinde, die das Konzept der begabungsgerechten Förderung flächendeckend, aktuell in elf Kitas und einer Hort-Einrichtung umsetzt. Mehr als 50 Erzieher und Erzieherinnen aus Ingelheimer Kitas nahmen seit Kooperationsbeginn an der Fortbildung zur „Begabungspädagogischen Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“ teil. 90 „kleine Füchse“ wurden bereits entdeckt.

Unsere Bildungslandschaft wurde durch die Corona-Pandemie erschüttert und wird viele Veränderungen erleben. Besonders wertvoll ist deshalb die Beständigkeit langjähriger Förderprojekte gerade in Kindertagesstätten und auch für eine begabungsgerechte Förderung. Ziel muss es deshalb sein, alle Kinder, Eltern und engagierten Erzieherinnen, in diesen schwierigen Zeiten von pädagogischen Zusatzangeboten weiterhin profitieren zu lassen – sowohl aktuell digital als auch wie bisher in Veranstaltungen vor Ort. Die Kooperation zwischen der Stiftung Kleine Füchse und der Stadt Ingelheim macht dies für eine herausfordernde Zukunft möglich.

Pressekontakt:Julia BröderPresse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel.: 0611-99176-44Mobil: 0172-97482 48

E-Mail: julia.broeder(at)raule-stiftung.de

 

Über die Stiftung Kleine Füchse

Ziel der 2003 gegründeten Kleine Füchse Raule-Stiftung ist es, hochbegabte und begabte Kinder bereits im Vorschulalter zu erkennen, individuell zu fördern und professionell zu begleiten, damit sie ihre Fähigkeiten optimal entfalten. Um eine nachhaltige Begabungsförderung zu erreichen, hat die Stiftung das Modell Kleine Füchse entwickelt, das drei Bereiche miteinander verbindet: Begabungspsychologische Beratungsstelle, Fortbildungsprogramm und die Zusammenarbeit mit Partner-Kitas. In der Begabungspsychologischen Beratungsstelle werden Kinder, Eltern und Erzieher begleitet sowie auf Wunsch altersgerechte Intelligenzdiagnostiken bei den Kindern durchgeführt. Mittels zertifizierter Fortbildungsreihen wird Erziehern und Pädagogen ein begabungsgerechter, integrativer Förderansatz vermittelt, den sie anschließend in Partner-Einrichtungen umsetzen und von dem alle Kinder profitieren. Zudem vertiefen die weitergebildeten Fachkräfte ihr Wissen nachhaltig in den regionalen Netzwerktreffen „Pädagogisches Forum“.