Bürgerbeteiligung Rahmenplan Frei-Weinheim abgeschlossen

Bild: Auf einer Bodenkarte wurde Frei-Weinheim von oben gezeigt. Foto: Stadtverwaltung/dtg


Bild: An zahlreiche Schaukarten wurde diskutiert. Foto: Stadtverwaltung/dtg


Der Bürgerbeteiligungsprozess zur Rahmenplangestaltung Frei-Weinheim fand am vergangenen Montag seinen Abschluss. Zahlreiche Interessierte füllten das Bürgerhaus. „Viele Vorschläge aus den Beteiligungsveranstaltungen wurden bedacht, allerdings müssen jetzt die Gremien über den Plan schauen“, erläutert Oberbürgermeister Ralf Claus. Ob dieser städtebauliche Rahmenplan dann so wie vorgeschlagen umgesetzt wird, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Allerdings, betont Claus, auch alle weiteren Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung, die sich nicht im Rahmenplan wiederfinden, wurden nach ihrer Machbarkeit beurteilt.

Stadtplaner Elmar Gross zeigte in einem lebhaften Vortrag die Entwicklungspotentiale Frei-Weinheims auf. Klar war bereits von Beginn an, eine bauliche Entwicklung nach Außen ist in Frei-Weinheim, insbesondere aufgrund des Naturschutzes, bedingt machbar. Demnach lag der Fokus auf einer Innenentwicklung. Der Stadtplaner lobte die klare Struktur und Aufteilung des Stadtteiles. Während seiner Vorstellung nahm Gross die Teilnehmer mit auf einen gedanklichen Rundgang durch ihren Stadtteil. Vorausgegangen waren die Bürgerstreifzüge im Laufe des Frühjahrs. So wurden Schwerpunkte wie die Rheinstraße, Ortsmitte, das Hafen-Areal, der Ortskern, die Brüder-Grimm-Straße und der Übergang zwischen Wohnen und Gewerbegebiet östlich der Rheinstraße herauskristallisiert, die näher betrachtet wurden. Gross stellte die Rheinstraße als prägende Achse dar, die mit einem Stadttor vom Rhein kommend aufgewertet werden könnte. Um den Bereich des Bürgerhauses soll durch bauliche Veränderungen die Aufenthaltsqualität erhöht und die Ortsmitte aufgewertet werden. Im Bereich des Hafens wurde vorgeschlagen, den Fähranleger zu verlegen, damit die Mole autofrei wird. Genauer betrachtet wurde die Brüder-Grimm-Straße. Auch hier wurden zahlreiche Potenziale aufgewiesen. Besonders hervorgehoben wurde die bunte Mischung an Wohnformen und die schon jetzt zahlreich vorhandenen sozialen Einrichtungen. Gross schlug vor, in dem Bereich der Brüder-Grimm-Straße einen zentralen Quartiersplatz zu etablieren und unter anderem den vorhandenen Einkaufsmarkt aufzuwerten. Als Instrument der Nachverdichtung schlug der Stadtplaner vor, bestehende Gebäude aufzustocken.

Die Vorstellung des Rahmenplanes wurde von den Besuchern interessiert aufgenommen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, den Mitarbeitern des Amtes für Bauen, Planen und Umwelt und dem Stadtplaner Fragen zu stellen. Eine große Plane mit einem Luftbild von Frei-Weinheim bot ungewohnte Blicke auf den Stadtteil und sorgte für interessante Gespräche.

Ein städtebaulicher Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, welches Entwicklungspotenziale aufzeigt und Perspektiven für zukünftige Nutzungen darstellt. Dieser Plan ist nicht rechtsverbindlich.