Das "digitale Kinderzimmer" wird in der Mediathek vorgestellt

Foto: Wolfgang Wilhelm


Ein Teddybär, der das Kind in Gespräche verwickelt. Bilderbücher, deren Inhalte mit Hilfe von Apps zum Leben erwachen. Eine Windel, die sich meldet, wenn sie voll ist. Das Leben von Eltern und Kindern wird mehr und mehr durch digitale Hilfsmittel beeinflusst – sowohl zum Positiven als auch zum Negativen. Besonders Erzieherinnen und Erzieher werden immer öfter zu BeraterInnen im Dschungel des elektronischen Spielzeugs, wenn Eltern den Überblick verlieren. Und auch in den Kindertagesstätten stellt sich die Frage, welches Spielzeug Kindern einen sinnvollen Zugang in die digitale Welt öffnet oder womit die Kreativität und die Eigeninitiative der Kinder eher unterdrückt wird.
Mit diesem Thema setzt sich der Aktionsraum „Digitales Kinderzimmer“ auseinander, der von der GMK-Fachgruppe Kita zusammengestellt wurde. Gemeinsam mit „medien+bildung.com“ stellten Sabine Eder und Michaela Weiß vom Verein „Blickwechsel“ das digitale Kinderzimmer nun in der Mediathek Ingelheim vor.
Zahlreiche Fachleute aus dem Kita-Bereich hatten sich zum Fachtag am Vormittag eingefunden und nutzten die Gelegenheit, digitales Spielzeug auszuprobieren und kennenzulernen. Nach einem Vortrag zum Thema „Von der Spielware zur Spielwarnung!?“ bestand dazu ausführlich Gelegenheit.
Zusammen mit dem Fachtag fand außerdem die Preisverleihung des Projektes „Emma im Roboterland“ statt. Acht Kita-Gruppen aus ganz Rheinland-Pfalz hatten hierzu Beiträge eingereicht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Schirmherrin der Aktion, war eigens nach Ingelheim angereist, um die kleinen Preisträger zu ehren. Sie zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Kinder und lobte zudem das Gastgeber-Team der Ingelheimer Mediathek. Am Nachmittag hatten die Besucher der Mediathek ebenfalls Gelegenheit, das „digitale Kinderzimmer“ auszuprobieren.