Die Pläne laufen schon!

So lautet das Resümee des zweiten Treffens der Akteure der Lebensmittelausgabe in Ingelheim, zu dem Bürgermeisterin Eveline Breyer in der vergangenen Woche geladen hatte.

„Seit der letzten Runde ist einiges passiert“, so Breyer. Sie freut sich sehr darüber, dass das Forum den Teilnehmern zum Finden neuer Kooperationspartner diente. So haben der Brotkorb der Caritas gemeinsam mit den Food Fighters um Michael Schieferstein eine Möglichkeit gefunden, Know-how, Manpower und natürlich verfügbare Lebensmittel zu bündeln, und bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen zu lassen. Auch der Lebensmittelpunkt und die Tafel stehen in regen Austausch, nicht nur von Lebensmitteln.

Die Gesprächsrunde verdeutlichte: Ingelheim kann sich mit dem vorhandenen Angebot im kommunalen Vergleich sehen lassen. Die Inanspruchnahme erfolgt weit über das Stadtgebiet hinaus. Auch an verfügbaren Lebensmitteln besteht nach wie vor kein Mangel. Übereinstimmend wurde die bisweilen schwierige Bedürftigkeitsprüfung thematisiert. Oftmals stellt es sich für die Personen vor Ort schwierig dar, den Anspruch tatsächlich zu kontrollieren, zumal bei der Ausgabe unmöglich eine detaillierte Prüfung erfolgen kann. In diesem Zuge bietet der Ingelheim-Pass eine verlässliche Grundlage für die Ausgabe vor Ort.

„Der Pass bestätigt eine fachliche Prüfung von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, und somit auch eine Zugangsberechtigung zu Tafel und Brotkorb“, erklärt Breyer, die bewusst im letzten Jahr die Umbenennung dieses Ausweises vorgenommen hat, um für eine Entstigmatisierung zu sorgen. „Die leichtere und menschliche Kontrolle mit Hilfe des Passes sollte Schule machen, so gaben mir dies die Lebensmittelverteiler mit auf den Weg und ich werde die Idee für den Landkreis Mainz-Bingen einbringen.“

Und in Zukunft? Die Akteure bleiben am Ball! Ein weiteres Treffen ist mit Blick auf die Auswirkungen der der Corona Krise in ein bis zwei Monaten wieder geplant. „Ziel ist es dabei, diese Plattform des Austausches zu etablieren und die einzelnen Verteiler weiter zu vernetzen“, erklärt Breyer. Ergänzt werden soll nun der Aufbau eines Netzwerkes mit dem Mehrgenerationenhaus, um eine Einkaufshilfe zu etablieren. „Es gibt Bedürftige, die entweder körperlich nicht in der Lage sind oder in der aktuellen Situation als Risikogruppe nicht zu den Ausgaben für die Lebensmittel kommen können. Für diese wollen wir aktiv eine Einkaufshilfe organisieren, anbieten und bewerben.“