Diesen Sommer: mobile vertikale Gärten auf dem Fridtjof-Nansen-Platz

Foto: Die Beigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll (l.) begutachtet gemeinsam mit Daniel Diehl, Projektleiter von „KlimPraxIng“, die neu aufgestellten mobilen Gärten. Bild: Stadtverwaltung/Beek.


Am 17. Mai wurden auf dem Fridtjof-Nansen-Platz in Ingelheim zwei Prototypen von mobilen vertikalen Gärten aufgestellt. Die ausgestellten Pflanzinseln werden noch bis Oktober dort zu sehen sein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich direkt vor Ort informieren, verweilen und Anregungen zu den Objekten abgeben. Und die Rückmeldung der Ingelheimerinnen und Ingelheimer ist ausdrücklich erwünscht: An den mobilen Gärten sind Briefkästen aufgehängt, in die vorgefertigte Karten eingeworfen werden können.

Die Beigeordnete und zuständige Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll machte sich bereits vor Ort ein Bild von den mobilen Gärten und ist begeistert: „Hier haben wir eine ganz konkrete und sichtbare Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Die Gärten sind nicht nur echte Hingucker, sondern werden auch wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit untersucht. Wir sind froh, als Stadt an diesem Projekt teilzunehmen und kompetente Projektpartner an unserer Seite zu wissen.“

Die Ausstellung wird vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Ingelheim in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule (TH) Bingen realisiert und ist ein Baustein im Projekt „KlimPraxIng – Klimawandel in der Praxis am Beispiel der Mittelstadt Ingelheim am Rhein“. Die mobilen vertikalen Gartensysteme werden von der Arbeitsgruppe Klimaschutz und Klimaanpassung an der TH-Bingen entwickelt. Unter dem Projekttitel MobiGa wird dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Ziel von MobiGa ist es, einen Beitrag zur Klimaanpassung in Städten zu leisten und der Aufheizung in Hitzeperioden entgegenzuwirken. Zusätzlich wird durch die Pflanzeninseln die Aufenthaltsqualität auf Plätzen verbessert, die innerstädtische Biodiversität erhöht und ein Beitrag zu Lärmreduzierung geleistet. MobiGa-Systeme sollen insbesondere dort eingesetzt werden, wo eine dauerhafte Begrünung nicht umsetzbar ist.

„Am Fridtjof-Nansen-Platz ist aufgrund der Untergrundverhältnisse und der vorzuhaltenden Veranstaltungsflächen eine Begrünung nur eingeschränkt möglich. Durch die Aufstellung von MobiGa-Systemen hoffen wir, einen Beitrag zur Reduzierung der Überhitzungsproblematik im Sommer zu leisten“, erläutert Döll.

In regelmäßigen Abständen wird die TH Bingen vor Ort Messungen durchführen, um die Wirkung der Pflanzinseln auf das Kleinklima zu dokumentieren und zu analysieren. Eine Auswertung der Ergebnisse wird Ende des Jahres erwartet.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.mobiga.info. Ansprechpartner Dr. Markus Dotterweich von der Palaterra Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft mbH ist telefonisch unter 0176 10 04 73 72 oder per E-Mail an mdotterweich(at)palaterra.eu erreichbar.