Einbrechern keine Chance lassen: Tipps für wirksamen Schutz von Wohnung und Haus

Foto: Alptraum Wohnungseinbruch. Einfache Verhaltensweisen helfen bereits, die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, deutlich zu reduzieren. Bild: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.


Mit Beginn der dunklen Jahreszeit wächst bei vielen die Angst, Opfer eines Wohnungs-einbruchs zu werden. Zwar sind Einbrecher das ganze Jahr unterwegs, doch fühlen sie sich nach der Zeitumstellung meist noch sicherer, unbemerkt an das Hab und Gut anderer zu kommen. Allein die Vorstellung, dass die Täter in einen sehr intimen Lebensbereich, die eigenen vier Wände, eindringen könnten, bewegt und verunsichert. Passiert es dann wirklich, gehen Sicherheitsgefühl und Geborgenheit im eigenen Zuhause verloren, oft für lange Zeit.

Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten, einfache präventive Maßnahmen sowie adäquate Sicherungstechnik verhindert werden. Die meisten Einbrecher sind Gelegenheits-täter ohne professionelles Werkzeug und suchen den einfachsten und schnellsten Zugang. Haben sie nach rund fünf Minuten keinen Erfolg, brechen sie ab und verschwinden. Helmut K. Rüster, Sprecher des Kriminalpräventiven Arbeitskreises der Stadt Ingelheim, rät zu einem Sicherheits-Check, bei dem mögliche Schwachstellen am Wohnobjekt entdeckt und behoben werden. Das betrifft überstehende Schließzylinder, ungesicherte Kellerzugänge und Lichtschächte ebenso wie nur einfach verschlossene Balkon- und Terrassentüren oder zugänglich nutzbare Leitern im Garten.

Übrigens ist keiner beim Thema Einbruchschutz auf sich allein gestellt. Die Präventions-experten der Polizei schauen sich kostenlos Häuser und Wohnungen an, suchen nach Schwachstellen und geben Tipps, wie sich zum Beispiel Fenster oder Türen noch besser sichern lassen. Darüber hinaus informieren die Beamten über Handwerksbetriebe in der Nähe, welche die nötigen Standards beim Einbau von Sicherungstechnik erfüllen. Auch finanzielle Unterstützung in Form von zinsgünstigen Krediten und Investitionszuschüssen für Maßnahmen zum Einbruchschutz ist möglich. Weitere Informationen hierzu und zum Thema Einbruchschutz allgemein gibt es online auf www.kfw.dewww.einbruchsschutz.dewww.polizei-beratung.de, www.k-einbruch.de und www.nicht-mit-mir.de. 

So schützen Sie Ihr Zuhause:

- Schließen Sie Ihre Haustüre ab, sobald Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen – auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Lassen Sie Fenster und Terrassentüren nicht gekippt. Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster!
- Verstecken Sie Ihren Haustürschlüssel nicht draußen – Einbrecher finden jedes Versteck.
- Sollten Sie Ihren Haustürschlüssel verlieren, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
- Stichwort: „Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft“. Helfen Sie sich gegenseitig! Schauen Sie regelmäßig nach dem Rechten, leeren Sie bei Abwesenheit den Briefkasten.
- Achten Sie auf verdächtige Fahrzeuge oder Personen in Ihrer Wohngegend, Straße oder Wohnanlage und auf dem Nachbargrundstück und informieren Sie unverzüglich telefonisch die Polizei unter 110.
- Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie z. B. in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.