Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für Sport- und Freizeitpark Im Blumengarten vorgestellt

Bild: Auf dem Bild ist eine Finnbahn zu sehen. Dies ist eine speziell angelegte Strecke, die gerne zum Laufen aber auch von Radfahrern gerne genutzt wird. Foto: Stadtverwaltung/eb


Im Haupt- und Finanzausschuss wurde die Machbarkeitsstudie zum Sport- und Freizeitpark Im Blumengarten vorgestellt. Danach wären dort mit einem zentralen Eingang mehrere neue Outdoor Bewegungsangebote, ein Kletterpark, eine Surfwelle sowie eine neue Dreifeld-Turnhalle für mehrere Sportarten sowie eine 50 Meter Schwimmhalle möglich. „Diese Ergebnisse sollten nun mit Ruhe und Besonnenheit betrachtet werden“, erklärt Bürgermeisterin Eveline Breyer, zuständige Sportdezernentin. „Sie ist auf der einen Seite eine mögliche Antwort auf die Ergebnisse der Sportentwicklungsstudie, um sich zukunftsfähig auf das Sport- und Bewegungsverhalten der Menschen einzustellen und für die Gesunderhaltung der Bürgerinnen und Bürger aktiv zu werden, aber auf der anderen Seite noch keine finale Festlegung auf das, was beschlossen und umgesetzt werden soll.“

Die Studie, die vom Institut für Sportstättenentwicklung (IFS) durchgeführt wurde, greift Ergebnisse der Sportentwicklungsstudie, die im Herbst 2019 veröffentlicht wurde, auf und prüft deren Realisierungsoptionen. Sie ist noch keine bauliche Umsetzung, sondern zeigt auf, welche Flächen genutzt werden könnten, welche Investitions- und Folgekosten ungefähr entstehen würden und empfiehlt darüber hinaus Maßnahmen zur Attraktivierung und wirtschaftlichen Umsetzung. „Sowohl die bauliche Realisierung als auch das Betriebskonzept sind der nächste Schritt der Planungen“, betont Breyer. „Zuvor müssen wir erst einen Grundsatzbeschluss fassen, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen.“ Auf dem Weg zu diesem Grundsatzbeschluss sollen sich nun die Fraktionen, der Sportausschuss, der Stadtsportverband, die Vereine und die Öffentlichkeit die Ergebnisse anschauen und Fragen stellen. Meinungen austauschen und tiefgehend diskutieren können die Maßnahmen aus Verwaltungssicht nur sinnvoll in Präsenssitzungen. Daher werden die Sitzungen sowie das öffentliche „Ingelheimer Sportgespräch“ voraussichtlich im April stattfinden.

Bis dahin möchte Breyer mögliche Kooperationspartner ins Boot holen, weiter mit dem Kreis und dem Land sowie bezüglich der Schwimmbadentscheidung mit der Stadt Bingen reden, und Finanzierungsmöglichkeiten sowie Förderungen prüfen lassen. Für Breyer ist auch klar, dass man die nun vorgelegten Zahlen nicht nur analysieren, sondern auch objektiv hinterfragen muss, um dann zu einer sinnvollen zukunftsträchtigen Entscheidung zu kommen. Politisch müsse dann entschieden werden, welche Bedarfe für Ingelheim und die Region abgedeckt können beziehungsweise sollten.


Alle Unterlagen können öffentlich hier eingesehen werden:
https://cutt.ly/UkaHYSW

Hintergrund:
Die Machbarkeitsstudie des IFS sollte unter anderem die Empfehlung, einen multifunktionalen Sport- und Freizeitpark als Leuchtturmprojekt für Ingelheim und die Region zu entwickeln, sowie die Empfehlung, weitere Wasserfläche für Vereins- und Schulsport anzubieten, untersuchen. Auch wird sich damit am Sport- und Bewegungsverhalten der Menschen orientiert.


Ergebnisse der Sportentwicklungsstudie des ISE vom Herbst 2019:

1) Sport- und Bewegungsangebote gezielt am Sport- und Bewegungsverhalten der Menschen orientieren
2) Ein Netz dezentraler, öffentlicher Bewegungsräume in Ingelheim implementieren
3) Modernes Informationsangebot zu Sport und Bewegung in Ingelheim ausbauen
4) Stärkung und Modernisierung der Sportvereine und des Ehrenamts im Ingelheimer Sport
5) Erweiterung der Schwimmbadkapazitäten für Ingelheim und die Region
6) Multifunktionaler Sportpark als Leuchtturmprojekt für Ingelheim und die Region