Gelungener Tag des offenen Denkmals

Viel Spaß hatten die Kinder beim Thronbau. Fotos: Stadt/May

Mit Lorbeerkranz und Stola fühlt man sich wie eine Königin!

Am vergangenen Sonntag überraschte die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim vor allem ihre jüngsten Besucher.

Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals fuhr an der Aula regia ein geheimnisvoller Lieferwagen vor mit 2000 schuhkartongroßen Legosteinen an Bord. Die Apsis wurde Schauplatz eines eifrigen Wettbewerbes um den schönsten und höchsten Kaiserthron und um das wuchtigste Mauerwerk. Als Belohnung durften sich die jungen Baumeister mit Lorbeerkranz und Feldherrnmantel auf ihrem Thron ablichten lassen.

Viele Besucher nutzten die Chance, die laufenden Grabungen in der Ottonenstraße zu besuchen. Hier bot sich die Möglichkeit zu umfassender Information über Grabungstechniken und Funde.

Auch die Sonderführungen waren gut besucht, spielte doch das Wetter mit. Die aktuellen drei 1:1-Rekonstruktionen von Wandmalereien, Marmorfußböden und Säulen strahlten um die Wette und demonstrierten eindrucksvoll, wie prächtig die Pfalz um 800 aussah.

 

Ebenfalls anlässlich der Teilnahme Ingelheims am Europäischen Kulturerbejahr 2018 wird am kommenden Freitag um 19 Uhr im Weiterbildungszentrum Ingelheim der erste von vier geplanten Expertenvorträgen zu hören sein. Drei weitere finden 2019 statt. Die Idee zu dieser Vortragsreihe entstand in Kooperation mit dem Historischen Verein Ingelheim. Renommierte Frühmittelalterexperten vermitteln neue Einblicke in ihre Forschungen zur Bedeutung der Pfalzen oder Fragen der frühmittelalterlichen Politik.

Am Freitag, 14. September wird der Historiker und Leiter der Route Charlemagne in Aachen, Prof. Dr. Frank Pohle mit seinem Vortrag im Weiterbildungszentrum Ingelheim, Neuer Markt 3, Raum 101 zum „Welterbe Pfalz – das Beispiel Aachen“ die Reihe eröffnen.