Gestaltungsvorschläge werden der Öffentlichkeit präsentiert

Bild: Die Präsident-Mohr-Schule soll neu geplant werden. Die Gestaltungsvorschläge werden derzeit der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: Stadtverwaltung/ml


Die Stadt Ingelheim verfügt über sechs Grundschulen. Die Präsident-Mohr-Schule (PMS) ist in Ober-Ingelheim. Sie ist vierzügig und verfügt über ein Ganztagsangebot. „Das Raumangebot des PMS entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Schon jetzt müssen wir uns mit temporären Containerlösungen aushelfen“, betont Oberbürgermeister Ralf Claus. Aufgrund der Prognosen der erwarteten Schülerzahlen wird die Schule in den kommenden Schuljahren voraussichtlich durchgängig auf eine 4-Zügigkeit anwachsen und voraussichtlich rund 320 Schülerinnen und Schüler aufweisen. Aus diesem Grund hat der Stadtrat am 30. Juni 2020 einem Neubau mit Einbeziehung der Gebäudeteile und der Schaffung einer öffentlichen Tiefgarage zugestimmt.

Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes wurde die Erarbeitung eines Entwurfskonzeptes für den Neubau der Präsident-Mohr-Schule, unter Einbeziehung von zwei historischen Schulhäusern, europaweit ausgeschrieben. Begleitet wurde der Wettbewerb von Kurz Architekten GbR aus Mainz.  Dabei berücksichtigt werden sollten die Funktionsabläufe und Bedarfe, das pädagogische Konzept und vieles mehr. Darüber hinaus soll ein Gebäude gebaut werden, das sich in die städtebaulichen Strukturen und baurechtlichen Vorgaben in Ober-Ingelheim einfügt. Ebenfalls soll eine öffentliche Tiefgarage geplant werden, die Freiflächengestaltung un die Entstehung eines Quartiersplatz mit einem öffentlichen Spielplatz Beachtung finden. Ziel des Wettbewerbs sollte es sein, Entwurfslösungen für das geplante Schulgebäude mit Sporthalle, Mensa und Tiefgarage sowie die Außenanlage mit sehr guten gestalterischen und funktionalen Qualitäten zu finden.

Fristgerecht wurden 16 Arbeiten eingereicht und nach einer Prüfung durch Kennzahlen zur Wahrung der Anonymität versehen. Ein Preisgericht hat im September in einem Informationsrundgang alle Entwurfsarbeiten ausführlich und wertungsfrei begutachtet. Dabei wurden die Arbeiten in ihren Vor- und Nachteilen, orientiert an den Beurteilungskriterien, kritisch bewertet und auf grundsätzliche
und schwerwiegende Mängeln untersucht.

„Nach einem langen Tag konnten wir uns auf drei Entwurfsmodelle einigen, die in unseren Augen den Kriterien entsprechen“, fährt Claus fort. Diese Entwürfe sollen nun in einer öffentlichen Ausstellung Interessierten zugänglich gemacht werden. Bis 29. Oktober sind die Entwürfe im Ratssaal des alten Weiterbildungszentrums, Wilhelm-Leuschner-Straße 61, zu den Öffnungszeiten ausgehängt.