Große Chancen für „kleine Füchse“ in Ingelheim

Die Stadt Ingelheim verlängert die Kooperation mit der Stiftung Kleine Füchse um zwei weitere Jahre und engagiert sich bis 2020 mit weiteren 33.000 Euro für eine begabungsgerechte Förderung der Kinder in neun Ingelheimer Kindertagesstätten sowie zwei Horteinrichtungen.

Damit setzen Ingelheim und die Raule-Stiftung eine erfolgreiche Partnerschaft fort, die bereits seit zehn Jahren für die nachhaltige Förderung begabter und hochbegabter Kinder in den Ingelheimer Kitas steht. Dank des Engagements der Stadt haben sich in dieser Zeit bereits 47 Erziehrinnen und Erzieher zu „Begabungspädagogischen Fachkräften Stiftung Kleine Füchse“ fortbilden lassen und gelernt, wie sie besonders begabte und hochbegabte Kinder in ihrer Kita erkennen und individuell fördern können. Weiteren Erzieherinnen und Erziehern wird die Fortbildung im Rahmen der Kooperationsverlängerung ermöglicht. Das erworbene Wissen wird viermal jährlich in Pädagogischen Foren sowie einmal jährlich in einem Kunst-Workshop erweitert und aktuell gehalten. So soll gewährleistet werden, dass die Einrichtungen langfristig zu Kompetenzzentren für begabungsgerechte Bildung werden, in denen jedes Kind die Lernumgebung bekommt, die es für seine persönliche Entwicklung braucht.

„Ingelheim als unser erstes kommunales Modellprojekt war schon 2008 der entscheidende Wegbereiter für eine nachhaltige Förderarbeit mit einem breiteren regionalen Kita-Netzwerk“, sagt Ursula Raule, Vorstand der Kleine Füchse Raule-Stiftung. Nahezu 60 „kleine Füchse“, also Kinder mit einem IQ von 120 und mehr, sind so in den Ingelheimer Partner-Kitas allein seit 2012 entdeckt und entsprechend ihrer überdurchschnittlichen Bedürfnisse begleitet worden. Mithilfe spezieller Lernangebote haben sie die Chance erhalten, ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen und sich zu cleveren kleinen Persönlichkeiten zu entwickeln.

Eltern, deren Kinder in einer der Partnereinrichtungen als begabt oder hochbegabt auffallen, haben kostenlos Zugang zum Angebot der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Stiftung. Hier erfahren sie Unterstützung im Umgang mit den besonderen Bedürfnissen ihrer „kleinen Füchse“ und können auf Wunsch eine altersgerechte Intelligenzdiagnostik durchführen lassen.

„Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Kleine Füchse ist für unsere Stadt ein wahrer Gewinn. Sie erlaubt uns, als Kommune bereits die Jüngsten, unabhängig von der sozialen Herkunft, zu fordern und zu fördern und so jedem Kind den Zugang zu einem erfolgreichen Bildungsweg zu ermöglichen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit“, betont Bürgermeisterin Eveline Breyer.