Ingelheim-Pass löst den Sozialausweis ab

Nach zahlreichen Diskussionen hat der Ingelheimer Stadtrat in seiner März-Sitzung den Ingelheim-Pass beschlossen. Dieser ist eine freiwillige Leistung und löst zum 1. April der Sozialausweis der Stadt Ingelheim am Rhein ab. Bürgermeisterin Eveline Breyer freut sich, dass es gelungen ist, den Einwohnerinnen und Einwohnern mit geringem Einkommen die Teilhabe, gerade am kulturellen Leben, zu ermöglichen. „Mit dem Pass ist nun vieles mehr möglich, so können zum Beispiel alle Veranstaltungen in der kING besucht werden und der Busverkehr kann kostenlos in Ingelheim von mehr Menschen genutzt werden. Insgesamt können rund 2600 Bürgerinnen und Bürger diesen Pass erhalten", freut sich Breyer. Derzeit sind rund 750 Sozialausweise im Umlauf, allerdings wird mit einer großen Nachfrage ab April gerechnet, da sich der Empfängerkreis erweitert hat.
Berechtigt sind Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Hauptwohnsitz in Ingelheim.

Erhalten kann den Pass derjenige der Empfänger von folgenden Leistungen ist:

- Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
- Grundsicherungsleistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII
- Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3.Kapitel SGB XII
- Asylbewerberleistungen (AsylblG)
- Wohngeldleistungen (WoGG)
- von Kinderzuschlag für ihre minderjährigen in ihrem Haushalt lebenden Kinder
- von Bundesausbildungsförderung (BAföG) sind.
- die aufgrund ihrer Einkommenssituation für einen ggfs. anfallenden Kindergartenbeitrag eine Beitragsbefreiung bzw. Beitragsermäßigung auf den niedrigsten Beitragssatz erhalten
- die aufgrund ihrer Einkommenssituation einen Anspruch auf Lernmittelfreiheit für die in ihrem Haushalt lebenden Kinder und Jugendlichen haben.


Der neue Ingelheim-Pass enthält zahlreiche Vergünstigungen. Sei es die kostenlose Nutzung des Stadtbusverkehrs, der kostenlose Eintritt ins Ingelheimer Freibad oder das kostenlose Entleihen von Medien in der Mediathek. Darüber hinaus sind die Inhaber berichtigt zum Besuch der Ingelheimer Tafel, der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes und zum vergünstigten Eintritt in das Regionalbad „rheinwelle“. Eine wesentliche Änderung ist nun aber die Teilhabe der Pass-Inhaber am kulturellen Leben. Somit ist es jetzt möglich, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen oder Führungen durch das Museum zu besuchen. Auch ist eine 100 prozentigen Bezuschussung der Teilnahme an der städtischen Ferienbetreuung möglich, wenn wird zu 100 % bezuschusst, wenn keine andere Förderung (Bildungs- und Teilhabepaket, Familienfond etc.) möglich ist.

Berechtigte Personen, die den neuen Ingelheim-Pass beantragen möchten, wenden sich bitte direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Familien, Bildung und Sport in der Gartenfeldstraße 10. Diese sind Montag, Dienstag und Mittwoch von 8.30 bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr zu erreichen. Der Pass wird direkt vor Ort ausgestellt, wenn der Antragsteller den jeweiligen Nachweis über die Zugehörigkeit zum berechtigten Personenkreis vorlegt. Weiterhin wird ein Lichtbild benötigt, welches direkt mitgebracht werden muss.

Richtlinie zur Vergabe des Ingelheim-Passes