Kindergarten „An der Burgkirche“ - Sanierungen schreiten voran

Bild: Baustellenbesichtigung mit dem Zimmerleuten und der Projektleiterin Heike Billhardt und Architekt Reinhold Gallè. Foto: Stadtverwaltung/bs


Das barocke, straßenbildprägende Gebäude mit seinem hohen Mansardwalmdach und den Sandsteinpilastern aus dem Baujahr 1740 wird seit Juli 2019 saniert. Seit 1952 wird das Haus „An der Burgkirche“ als Kindergarten genutzt. Viele originale Bauteile und Lehmstrohverputzte Wände tauchen auf, man fragt sich, wer waren damals die Arbeiter, wie haben sie gelebt, überall riecht es nach Geschichte. Mit Hilfe der Stadtarchivarin Nadine Gerhard fand man heraus, dass Ober Ingelheim zur Bauzeit des Gebäudes als schöner Marktflecken bezeichnet wurde und circa 300 Haushalte mit rund 1500 Einwohnern hatte.

Der auf Sanierung und Restaurierung spezialisierte Architekt und Bildhauer Reinhold Gallè aus Sprendlingen hat die umfangreichen Arbeiten geplant und wird unterstützt vom Statiker Hr. Meister von IG Tragwerk und der städtischen Projektleiterin Heike Billhardt.

Das Gerüst steht, die Zimmerleute führen die Zimmerarbeiten aus. Viele Balken und Sparren und alle Dachgaupen werden erneuert, aber die meisten Bauteile werden original erhalten. Alles erfolgt in enger Abstimmung mit der Landesdenkmalbehörde und dem Denkmalschutz des Landkreises Mainz-Bingen. Die Arbeiten am Dach einschließlich der neuen Biberschwanzdeckung dauern bis Mitte Oktober, danach wird die Fassade saniert und die Natursteinarbeiten werden parallel ausgeführt. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. Insgesamt investiert die Stadt in die Sanierung des historischen Gebäudes ca. 630.000 Euro, einschließlich aller Bau- und Honorarkosten.