Passantenzählungen und weitere Vorgehen zur Weiterentwicklung des Stadtzentrums

Mit einem öffentlichen Workshop Ende Januar wurde das Umsetzungsprojekt zur Erweiterung der Fußgängerzone gestartet. Unter Zugrundelegung des beschlossenen Rahmenplans zur Stärkung der Innenstadt wird mit Beschluss des Stadtrates seither daran gearbeitet, Möglichkeiten und Perspektiven – unter Abwägung von Chancen und Risiken – zur Weiterentwicklung der Fußgängerzone in Ingelheim zu beleuchten. Zwei Fachbüros begleiten den Prozess. Das Ingenieurbüro Giloy und Löser, Bad Kreuznach, beschäftigt sich mit den verkehrstechnischen Betrachtungen. Die cima Beratung + Management GmbH, Stuttgart/Frankfurt, analysiert und bewertet die Einzelhandels- und Dienstleistungsstrukturen inklusive des Gesundheitswesens in der Innenstadt.

Im Anschluss an den ersten Bürger-Workshop im Januar hat die cima die Analyse der innerstädtischen Versorgungs- und Dienstleistungsstrukturen gestartet. „Durch die Realisierung der Neuen Mitte hat sich die Verkaufsfläche seit dem Jahr 2006 von rund 7.500 auf nunmehr 12.700 Quadratmeter erhöht. Unter Zugrundelegung der Eröffnung des Edeka-Supermarktes in der Bahnhofstraße hat sich in den vergangenen Jahren eine stabile Verkaufsflächenzahl ergeben“, fasst cima-Projektleiter Dr. Stefan Leuninger die ersten Ergebnisse zusammen. Ein weiteres Zwischenergebnis der Analyse: „Der Gesundheitsbereich stellt in der Innenstadt von Ingelheim eine besondere Angebotsstruktur und Stärke dar.“

Neben der Analyse des Einzelhandels- und Dienstleistungsbestandes in der Innenstadt werden auch die Passantenströme in der Innenstadt analysiert. „Mitarbeiter der cima werden am Donnerstag, 12. März, und Samstag, 14. März, ganztägige Zählungen der Passantenströme im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Binger Straße vornehmen“, erläutern Beate Brühl und Philipp Laur vom Amt für Bauen, Planen und Umwelt. Mit dieser Zählung soll nicht nur der aktuelle Status erhoben werden, sondern die Betrachtungen bilden auch die Grundlage für eine laufende Evaluierung der anstehenden Maßnahmen, so Jens Ackermann vom Stadtmarketing.

Die Analyseergebnisse und die ersten Schlussfolgerungen werden in einem zweiten Bürger-Workshop am Mittwoch, 29. April, um 19 Uhr im Ratssaal des Ingelheimer Rathauses, Fridtjof-Nansen-Platz 1, vorgestellt und diskutiert. Für Ingelheims Oberbürgermeister Ralf Claus stellt ein transparenter Planungsprozess einen wichtigen Baustein der Innenstadtentwicklung dar.