Praktikantin aus Stevenage in Ingelheim zu Besuch

Foto: Ciara Lawrence (re), Praktikantin aus Stevenage unterstützt Stefanie Fetzer (Fridtjof-Nansen-Akademie) bei der Organisation von Veranstaltungen im Weiterbildungszentrum.


Ciara Lawrence, Studienabsolventin aus der englischen Partnerstadt Stevenage, war von März bis Mai als Praktikantin in Ingelheim tätig. Da sie Geschichte und Germanistik in England studierte, wollte sie vor Beginn ihrer beruflichen Karriere noch einmal Deutschland besuchen, um ihre bereits ausgezeichneten Sprachkenntnisse zu vertiefen.
Der dreimonatige Aufenthalt gestaltete sich durch die vielen unterschiedlichen Aufgabenfelder als sehr abwechslungsreich. Im März besuchte sie für einen Monat die Tourist-Information der Ingelheimer Kultur- und Marketing GmbH (IKuM), sammelte im April weitere Praxiserfahrung im Jugend- und Kulturzentrum Yellow und war bis Ende Mai im Weiterbildungszentrum beschäftigt. In der Touristinformation hatte sie viel Kontakt mit Kunden und konnte direkt ihre guten Deutschkenntnisse nutzen und auch verbessern. Zudem war sie dort als Ansprechpartnerin für den Ticketverkauf und zahlreiche Anfragen tätig. Ihr organisatorisches Talent konnte sie bei der Jugendfreizeit auf der Emmerichshütte und der Mitorganisation der Spielestadt Ingeltopia im Yellow unter Beweis stellen. Ihre letzte Station im Weiterbildungszentrum war vom Aufgabenbereich ebenfalls sehr vielfältig. Unter anderem konnte sie Tagungen und Workshops vorbereiten und an unterschiedlichen Seminaren für Jugendliche und Erwachsene teilnehmen.
Doch neben der Arbeit blieb selbstverständlich auch Gelegenheit Ausflüge zu machen und Kontakte zu knüpfen. Mit Hilfe des Fördervereins Ingelheimer Städtepartnerschaften (FIS), dem Vorsitzenden Dr. Joachim Gerhard, konnte ein Praktikumsaufenthalt möglich gemacht werden. So war sie bei Ingelheimer FIS-Familien Fetzer, Mahn und Carstens untergebracht.
„Die Ingelheimer sind unglaublich freundlich und ich habe in den letzten zwei Monaten viele nette Leute kennengelernt. Ich fand es besonders gut, dass ich am Osterwochenende so viele Einladungen bekommen habe. Ich hatte deswegen kein Heimweh“, berichtet die junge Engländerin freudestrahlend über die Herzlichkeit ihrer Gastfamilien und FIS- Mitgliedern.
Fragt man sie nach ihrem schönsten Erlebnis, so fallen ihr „viele schöne Momente ein“. Die Traktorrundfahrt durch die Ingelheimer Weinberge und Umgebung blieb ihr jedoch in besonderer Erinnerung. „Obwohl es den ganzen Tag geregnet hat, hat es mir unglaublich gut gefallen, weil ich zusammen mit allen neuen Freunden ein bisschen Zeit verbringen und die Umgebung entdecken konnte“, berichtet sie.
Nach ihrem Aufenthalt in Ingelheim geht im September zu Hause der Ernst des Lebens los und sie startet in das Berufsleben. Ab September beginnt sie als Politikberaterin eine neue Stelle bei der britischen Staatsregierung. „Ich weiß noch nicht, in welcher Abteilung und Stadt ich arbeiten werde, aber ich freue mich schon darauf, neue Erfahrungen in einer neuen Stadt zu sammeln“, so Lawrence.
Eins weiß sie jedoch gewiss: Sie wird Ingelheim wieder besuchen. „Vielleicht am Rotweinfest. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, im Juli beim Partnerschaftstreffen in Stevenage einige Ingelheimer wiederzusehen.“