StadtLesen abgesagt – und hoffnungsfroh verschoben

Archivfoto: Stadtlesen 2016 auf dem Sebastian-Münster-Platz. Foto: Stadt/dtg


Ingelheim wäre dieses Jahr zum vierten Mal Teil von „StadtLesen“, der erlesenen LiteraTour. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bleibt das physische StadtLesen, das greifbare Lesewohnzimmer mitten auf dem Fridtjof-Nansen-Platz zwar fern, aber eine Botschaft überbringt  der Erfinder und Organisator Sebastian Mettler von StadtLesen, trotzdem: Bücher verführen in fremde Welten, Bücher verbinden Menschen besonders in Momenten der körperlichen Distanz, Bücher schenken Freiheit, wenn die tatsächliche (Reise-)freiheit eingeschränkt ist – schenken wir uns also selbst ein kleines Lesewohnzimmer, ein kleines StadtLesen in unseren Häusern und nehmen uns einfach mal wieder Zeit zum Lesen.

Das sympathische, gemütliche Lesewohnzimmer bleibt dieses Jahr physisch fern. Dennoch vertraut das StadtLesen-Team gemeinsam mit der Ingelheimer Mediathek und dem Stadtmarketing auf einen Neustart im Jahr 2021.

Lesen ist Fantasie. Lesen eröffnet neue Welten, die Geheimnisse des eigenen Selbst. „Lesen bringt

keine Welt in den Kopf, Lesen ist eine Welt im Kopf“ – Leitspruch von Sebastian Mettler, seines Zeichens Initiator von StadtLesen und besonders in diesen Zeiten hoffnungsvoller Optimist. Was ist StadtLesen? Es ist nicht nur ein Lesefestival, das nunmehr seit 12 Jahren mit über 3000 Büchern von über 125 Partnerverlagen und einem erlesen gemütlichen Lesewohnzimmer durch den gesamten deutschsprachigen Raum zieht. Vor allem bringt es der Gesellschaft etwas zurück, was schon lange verloren gegangen ist: die buchstäbliche Fantasie.

Übrigens hat StadtLesen in diesem Jahr noch etwas anderes im Gepäck: Grenzen überwinden, menschliche Solidarität erleben, offen sein für jeden einzelnen. Das war, ist und wird StadtLesen immer sein.