Startschuss für Sportentwicklungsstudie

„Ingelheim will sich fit für die Zukunft machen“, begrüßte Bürgermeisterin Eveline Breyer. „Dabei steht die Gesunderhaltung der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt“, ergänzte Stadtsportverbandsvorsitzender Stefan Lorbeer beim 1. Ingelheimer Sportgespräch am 27. November. Die Abendveranstaltung, zu der die Stadt Ingelheim und der Stadtsportverband eingeladen hatten, bildet den Auftakt zu einer breit angelegten Untersuchung zur Weiterentwicklung von Sport und Bewegung in der Stadt Ingelheim und den Fusionsgemeinden Heidesheim und Wackernheim.

Mit der Durchführung der Studie wurde das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) beauftragt. Der Leiter des ISE, Stefan Henn, gestaltete das 1. Ingelheimer Sportgespräch und moderierte die Veranstaltung.

Erfreuen konnten sich die Organisatoren an einem voll besetzten Saal. Rund 60 Personen aus Sportvereinen, Politik und Bürgerschaft waren gekommen, um sich mit ihren Ideen und Anregungen in die Diskussion einzubringen. Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Stefan Henn den Aufbau der Studie. Dabei wurde deutlich, dass diese sehr breit und umfassend an-gelegt ist. So werden als Grundlage alle Sport- und Bewegungsräume in Ingelheim, Heides-heim und Wackernheim erfasst. Anschließend wird die Auslastung dieser Anlagen geprüft, um so Engpässe oder freie Kapazitäten zu identifizieren. Auf diesem Fundament, so Henn, baut dann das Herzstück der Sportentwicklungsstudie auf. Es folgen Befragungen einer zufällig ausgewählten Stichprobe von 3700 Bürgerinnen und Bürgern, aller Sportvereine aus den drei Kommunen sowie Expertengespräche rund um das Thema „Sport & Bewegung“ die unter anderen Schulen und Verbände umfassen. Am Ende der Studie steht ein Bericht mit Handlungsempfehlungen zur künftigen Entwicklung sowohl der Sportangebote, als auch der Sportstätten und Bewegungsräume in Ingelheim. Der Prozess ist Ergebnis offen.

Die anschließende Diskussion mit den zahlreichen Gästen zeigte, dass die Initiatoren mit ihrem Ansatz auf offene Ohren stoßen. Obwohl das erste von insgesamt vier Sportgesprächen den Auftakt zur Studie bildet, brachten die Teilnehmenden bereits viele konkrete Ideen und Themen in die Diskussion ein. Dabei ging es u.a. um Fragen nach Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum, die sowohl für Sportvereine als auch für Individualsportler nutzbar sein sollten. Hierbei wurden vor allem die Synergien aus vielfach nutzbarer Örtlichkeiten in die Diskussion eingebracht. Ein weiteres Thema war die Frage nach der verfügbaren Wasserfläche in Ingelheim. Hier zeigte sich nochmals, dass das Thema eine Quer-schnittsaufgabe ist, denn diese Frage berührt den Schulsport, den Vereinssport sowie die vielen Freizeitsportler („Bahnenschwimmer“) aus Ingelheim und der Region. Diese und viele weitere Themen wurden intensiv diskutiert und vom ISE entsprechend dokumentiert.

In den kommenden Tagen werden die Befragungen der Bevölkerung und der Sportvereine starten. Der Stadtsportverbandsvorsitzende Stefan Lorbeer warb: „Bitte füllen Sie die Frage-bögen bis zum Ende aus, denn nur auf einer guten Datenbasis lassen sich gute und nachhaltige Entscheidungen treffen.“ „Egal ob sportlich oder nicht, jeder der einen Fragebogen er-hält ist aufgerufen teilzunehmen. Nur so bekommen wir ein breites Bild über das Bewegungsverhalten von heute und für die Zukunft“, erklärt Bürgermeisterin Eveline Breyer.

Die Reihe der Sportgespräche wird im Jahr 2019 fortgeführt werden und sich dann mit verschiedenen Themenschwerpunkten an alle Interessierten wenden.