"Un"kräuter in städtischen Grünanlagen

Blühende Wiese am Stadtrand. Foto: Stadt/jg


Kommen Sie in Ihrem Garten gerade nicht nach, das Unkraut, oder besser Wildkraut aus den Beeten zu bekommen? Der viele Regen und die milden Temperaturen haben überall die Pflanzen wachsen lassen, leider auch diejenigen, die man nicht so gerne möchte.

Das ist auch in den städtischen Grünflächen so. In vielen Bereichen wurden in diesem Jahr bereits zum zweiten mal Schmetterlings- und Wildbienensamen ausgebracht, um auch innerstädtisch viele Flächen naturnaher zu gestalten und den Insekten wieder mehr Lebensraum zu geben.

Dennoch gibt es in den städtischen Anlagen auch Beete, die mit Rosen oder anderen blühenden Blumen bestückt sind und zwischen denen nun auch einige Wildkräuter sprießen. Die Mitarbeiter des Bauhofs tun ihr Bestes, um in diesen Flächen zu jäten, trotzdem sind manche Bürger irritiert über das „ungepflegte“ Aussehen.

Vorrang für die Pflege haben im Augenblick die Gefahrenstellen an Kreuzungen oder unübersichtlichen Ecken. Hochgewachsenes Gras könnte für Kinder zu einer höchst gefährlichen Situation führen.

 „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir künftig noch deutlich mehr naturnahe Flächen in der Stadt anlegen wollen, um die Vielfalt der Insekten zu erhalten oder zu vergrößern. Auch Pflanzen, die nicht blühen, sind wertvoller Lebensraum“ plädiert die Beigeordnete Dr. Christiane Döll.