Volkstrauertag mit vielen Gästen

NewWay Singers. Fotos: Stadt/bs

Ministrantinnen von St. Remigius und St. Michael

Elmar Theveßen

Kaplan Björn Rottmann

Bläserchöre Ingelheim

Selten gab es bei einer Gedenkfeier zum Volkstrauertag Sonnenschein, so dass sich viele Bürger auf den Weg in die Kommerzienrat Boehringer Anlage gemacht hatten, wie Oberbürgermeister Ralf Claus bei der Begrüßung erfreut feststellte.

Als Redner mahnte Elmar Theveßen vom ZDF vor Rechtspopulismus und Nationalismus: „Rechtsextremisten und nicht wenige Rechtspopulisten sprechen denen, die anders denken, die Legitimation ab. Politische Gegner werden als Feinde gesehen, Journalisten als Lügner geschmäht, obwohl die eigentlichen Lügen doch von den Populisten verbreitet werden“. Und der Kontinent Europa, der wegen seiner Absage an den Nationalismus zu den reichsten und sichersten Regionen des Globus zähle, kapituliere vor der Herausforderung und den Ängsten vor Terror, Flüchtlingsströmen oder Finanzkrisen. Denn Menschenwürde, Religions- und Meinungsfreiheit, Solidarität und Rechtsstaatlichkeit seien die Lehren aus der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Deshalb benötigten wir keine neuen Visionen, sie seien längst da. „Aber wir müssen sie weiterentwickeln und stärker anwenden, auch mit neuen Strukturen und neuen Regeln (….) Wer dazu beiträgt, verhindert Krieg, Terror, Wanderungsbewegungen und den Rückfall in die düsterste Zeit unserer Geschichte, deren Opfer wir heute gedenken“ endete Theveßen.

Die musikalische Gestaltung des Programms hatten die Bläserchöre Ingelheim sowie die NewWay Singers übernommen. Kaplan Björn Rottmann von den Katholischen Kirchen Ingelheim sprach das Gebet, Ministrantinnen trugen eine Lesung vor.