Winterdienst und Hochwassereinsatz – Dank an den städtischen Bauhof

Bild: Martin Rudolf, Jürgen Amschl und Matthias Specht (v.l.n.r.) halfen beim Winterdienst und Hochwassereinsatz. Dafür dankte man ihnen, stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen des Bauhofes. Foto: Stadtverwaltung/dtg


Es ist ein Moment der Dankbarkeit, den drei städtische Bauhofmitarbeiter, stellvertretend für alle 63 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 49 in der Rufbereitschaft standen, entgegennahmen. Jürgen Amschl, Martin Rudolf und Matthias Specht waren im Winterdienst und Hochwassereinsatz in Bereitschaftsgruppen im Einsatz. Bereitschaft heißt: wenn es hart auf hart kommt, morgens um vier Uhr ausrücken und die Straßen in Ingelheim von Eis und Schnee befreien, damit ab sieben Uhr der Berufsverkehr anrollen kann. „Der Klimawandel hat gerade das Wetter unberechenbar gemacht“, betonen die Mitarbeiter. So berichten sie von einem Tag, an dem es tagsüber kalt war, aber die Sonne schien. In den Nachmittagsstunden zog eine Regenfront auf und die Straßen wurden in wenigen Minuten mit einer Eisschicht überdeckt. Auch hier rückte der Bauhof aus. „Das Hauptaugenmerk liegt auf den Stadtteilen Wackernheim und Ober-Ingelheim. Denn hier herrschen besondere Witterungsverhältnisse“, so Matthias Albrecht, Leiter des städtischen Bauhofes. „Wenn es in Ingelheim in dieser Jahreszeit regnet, kann in Wackernheim oder Ober-Ingelheim schon Schnee liegen.“ Oft erfahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Bevölkerung viel Dankbarkeit. „Denn gerade in den Morgenstunden danken uns die Anwohnerinnen und Anwohner, dass die Straße geräumt ist“, so Martin Rudolf.

Insgesamt leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Saison bisher 780 Stunden Winterdienst und verzeichneten 13 Einsätze. Wobei diese sich in kleine und große Einsätze unterteilen. Bei großen Einsätzen mussten alle Diensthabenden, heißt in Höhe der Bereitschaftsstärke von 25 Mitarbeitern ausrücken.

Wer aber denkt, dass es den Angestellten im Bauhof langweilig wurde, weil kein Schnee lag – der irrt sich. Denn neben den originären Aufgaben des städtischen Bauhofes versetzte der steigende Rheinpegel im Januar und Februar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls in Alarm. „Es war eine angespannte Situation“, verrät Albrecht. „Mittags wurde der Krisenstab zum Hochwasser einberufen, anschließend fanden die ersten Maßnahmen zum Hochwasserschutz statt und während der ersten Hochwasserschutzmaßnahmen fing es an zu schneien, sodass die Rufbereitschaft für den Winterdienst ausrücken musste“, so Albrecht weiter. Insgesamt wurden in Summe 354 Stunden beim Hochwassereinsatz erbracht. Auch für den Verschluss des Dammes waren Mitarbeiter des städtischen Bauhofes am Wochenende zum Schutze der Bevölkerung im Einsatz. Aber es wurden auch, neben der täglichen Pumpenkontrolle am Damm, 450 Sandsäcke abgefüllt, 68 Verkehrszeichen, 43 Sperrschranken und 14 Bauzäune aufgestellt. „Die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Feuerwehr gefällt mir an diesen Einsätzen besonders gut“, verrät Matthias Specht, der mittlerweile 26 Jahr im Bauhof tätig ist. „Hier hat man das Gefühl, dass unsere Arbeit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger wichtig ist“, so Specht. Leider halten sich nicht alle Bürgerinnen und Bürger an die Beschilderungen und Absperrungen, so Jürgen Amschl, zuständig für den Verkehrssektor im Bauhof. Viele ignorieren diese und zeigen Unverständnis.

„Es ist nicht selbstverständlich, Bereitschaftsdienste zu übernehmen, um die Verkehrssicherheit im Winter zu gewährleisten. Ich möchte Ihnen, stellvertretend für alle, meinen Dank dafür ausdrücken“, betont Dr. Christiane Döll, zuständige Dezernentin des Bauhofes. „Die Aufgabenvielfalt des Bauhofes ist groß. Die Winterdienste und Hochwassereinsätze sind dabei Tätigkeiten, die besonders fordernd sind und von den Bauhofmitarbeitenden hervorragend gemeistert wurden“, so Döll abschließend.