Wirtschaftsstammtisch bei Boehringer Ingelheim: Top-Thema Inklusion

Bild: Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen den Wirtschaftsstammtisch um sich über das Thema Inklusion zu informieren. Foto: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

Der gut besuchte Wirtschaftsstammtisch der Stadt Ingelheim, in Kooperation mit Boehringer Ingelheim und dem Inklusionsbetrieb in.betrieb, bot einen exklusive Einblicke in die Unternehmenskultur zweier sehr unterschiedlicher Unternehmen, die jedoch in Bezug auf die Inklusion ähnliche Ziele verfolgen. Die verbesserte Teilhabe aller Menschen, ob mit oder ohne Einschränkung am gesellschaftlichen Leben und damit auch in der Arbeitswelt haben sich beide Unternehmen vorgenommen. “Sowohl der Global Player Boehringer Ingelheim als auch die mittelständische und gemeinnützige Arbeitsstätte in.betrieb schreiten, in Bezug auf die Inklusion, im Berufsumfeld große Schritte voran“, wie Oberbürgermeister Ralf Claus anerkennend am Ende des gelungenen Abends festhielt.

Der Geschäftsführer von in.betrieb, Michael Huber, erläuterte, dass nicht nur große Firmen einen Beitrag zur Inklusion leisten können, sondern auch kleine und mittlere Betriebe. So werden von Behindertenwerkstätten zum Beispiel Dienstleistungen angeboten, die den meisten Betrieben von Nutzen sein können. Diese Werkstätten bieten zudem oft maßgeschneiderte und individuelle Komplettlösungen für Unternehmen und Organisationen aller Größen und Branchen, insbesondere in den Kernbereichen Digitalisierung, Aktenvernichtung und Montage an. Die Schaffung von geförderten Regel-Arbeitsplätzen für Werkstattbeschäftigte auch außerhalb der Einrichtung in den Betrieben vor Ort unterstützt in.betrieb darüber hinaus mit ihrem Wissen. „Wenn man sich darauf einlässt, kann die gesamte Unternehmenskultur durch die Einstellung eines behinderten Menschen verbessert werden“, so die Erfahrung von Michael Huber.

Olaf Guttzeit, Inklusionsbeauftragter bei Boehringer Ingelheim, zeigte auf, was Inklusion für den Konzern Boehringer Ingelheim bedeutet. Für ihn ist die Ausbildung, Einstellung und Weiterbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie. Ein eigener Aktionsplan mit sieben Handlungsfeldern wie zum Beispiel Bewusstseinsbildung, Arbeitsplatzgestaltung sowie barrierefreie Kommunikation und Information wurde bereits entwickelt. Mit der Vorführung eines Videobeitrages und Erfahrungsberichten im Rahmen seiner Tätigkeit veranschaulichte Olaf Guttzeit die bereits im Betrieb vollzogene Entwicklung. Er ermunterte das Auditorium die Vorurteile und Berührungsängste beiseite zu legen und Inklusion als Chance zu verstehen, die auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann.

Stefan Rinn, der gastgebende Deutschland-Chef von Boehringer Ingelheim, lud die lokalen Wirtschaftsvertreter zum Abschluss des Wirtschaftsstammtisches zu geselliger Runde bei Wein und Imbiss ein.

Die Vorträge der Referenten finden Sie hier.

Olaf Guttzeit, Inklusionsbeauftragter Boehringer Ingelheim
Michael Huber, Geschäftsführer in.betrieb