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Fairtrade Town
Fairtrade-Town Ingelheim

Schon seit 2015 darf die Stadt Ingelheim den Titel „Fairtrade Town“ tragen. Der Titel wird von Fairtrade Deutschland an Städte, Gemeinden und Landkreise vergeben, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Fairen Handel auseinandersetzen. Koordiniert wurde die Initiative seit ihrem Start in 2013 bis 2022 von Dr. Florian Pfeil und von 2022 bis 2023 von Antonia Weßling. Im April 2024 hat Friederike Vigeland als Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik diese Aufgabe übernommen.
Zur Koordinierung der Fairtrade-Town-Aktivitäten gibt es eine Steuerungsgruppe, die sich viermal im Jahr trifft. Zudem gibt es einen Kreis an Engagierten, die bei Aktionen und Veranstaltungen unterstützen. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben (in der Steuerungsgruppe oder bei einzelnen Einsätzen) oder generell informiert werden möchten, melden Sie sich gern bei Friederike Vigeland unter fairtrade@ingelheim.de.
Ingelheim ist Hauptstadt des Fairen Handels

Neben München und Sankt Peter-Ording darf sich Ingelheim „Hauptstadt des Fairen Handels“ nennen. Die Kommunen wurden im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Dr. Bärbel Kofler, im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 5. Oktober 2023 in Fürth ausgezeichnet. Seit 20 Jahren wird der Preis durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an Städte und Gemeinden verliehen. Alle zwei Jahre wird damit herausgehobenes lokales Engagement von Kommunen im Themenfeld Fairer Handel und Faire Beschaffung ausgezeichnet.
Ingelheim konnte die Jury mit ihrem umfassenden Fairhandels-Engagement überzeugen. Mit der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum verfügt die Stadt über einen wertvollen Akteur, der gesellschafts- und entwicklungspolitische Themen beleuchtet und dabei auch die Ideen des Fairen Handels in die Bevölkerung trägt. Zielgruppe sind Bürger*innen aller Altersgruppen. Auch die Kleinsten lernen in den Fairen Kitas und Schulen der Stadt den Gedanken des Fairen Handels kennen. Die Jury lobte außerdem das Nachhaltigkeitskonzept für städtische Einrichtungen, in dem ein faires Beschaffungswesen für städtische Einrichtungen strukturell verankert ist. Hervorgehoben wurde zusätzlich das Freundschaftsfest IngelHEIMAT sowie die Ausrichtung der Fairen Interkulturellen Woche, mit der auch die migrantischen Akteur*innen der Stadt angesprochen werden. Ingelheim nimmt darüber hinaus in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt das Thema „Geschlechtergerechtigkeit und Fairer Handel“ in den Blick.
An dieser Stelle möchten wir allen Ingelheimer Engagierten danken, die sich mit uns für den Fairen Handel und globale Solidarität einsetzen! Ohne die breite Unterstützung verschiedenster Kooperationspartner wäre dieser Preis nicht möglich gewesen.
Faire Ingelheimer Stadtprodukte
Mit den Fairen Ingelheimer Stadtprodukten setzen wir ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und lokalen Genuss – ein Projekt der Fairtrade-Town-Initiative der Stadt Ingelheim mit weiteren Kooperationspartner*innen. Der Gewinn ist für gute Zwecke in Ingelheim bestimmt.
Weitere Informationen gibt es hier: Fair gehandelte Stadtschokolade | Ingelheim am Rhein.
Bei Fragen steht Friederike Vigeland unter fairtrade@ingelheim.de gerne zur Verfügung.
Nachhaltiger Online-Stadtplan MappING
Mit MappING lassen sich ganz einfach nachhaltige Angebote in Ingelheim finden. Ob fair gehandelte Produkte, verpackungsfreies Einkaufen, Reparaturhilfen oder Leihmöglichkeiten – hier findet man alles, um nachhaltig zu leben.
MappING – Nachhaltiges Ingelheim
Seit Juni 2025 kommt der Stadtplan in frischem Look daher. Alle Informationen dazu gibt es in dieser Pressemitteilung (interne Weiterleitung).
Ausleihstation FaireKITA: Bildungsmodule
© Rhein.Main.Fair e.V.Die Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim ist eine von mehreren Ausleihstationen im Rhein-Main-Gebiet, von der Sie als Einrichtung Bildungsmodule kostenfrei entleihen können. Diese handlichen Boxen stehen für die pädagogische Arbeit in Kitas im Rahmen des Projektes FaireKITA zur Verfügung. Weitere Informationen zur Initiative erhalten Sie hier: https://www.rheinmainfair.org/fairekita.
© Rhein.Main.Fair e.V.Die Modulboxen beinhalten das Material für die Durchführung sowie wichtige Hintergrundinformationen für die Erzieher*innen. Als Zielgruppe ist das Vorschulalter angedacht. Die maximale Ausleihdauer beträgt 4 Wochen.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Ausleihe gibt es bei Frau Dr. Friederike Vigeland unter fairtrade@ingelheim.de oder 06132 782-345.
Themengebiete:
- Die Reise eines T-Shirts
Gemeinsam mit dem T-Shirt Trixi begeben sich die Kinder auf eine Weltreise, um herauszufinden wo Trixi überall schon war, bis sie als T-Shirt im Kleiderschrank gelandet ist. Dabei wird jeder Produktionsschritt von den Kindern selber ausprobiert und dadurch verdeutlicht, welch langer Weg und große Arbeitsintensität in einem T-Shirt steckt.
- Der Faire Fußball
Die Kinder entdecken wie ein Fußball hergestellt wird und lernen Saha und ihre Familie aus Pakistan kennen. Sie werfen einen Blick in das Innere eines Fußballs und erleben was „Fairness“ bedeutet. - Wächst Schokolade an den Bäumen?
Die Kinder „reisen“ nach Ghana zu der 9-Jährigen Naki und lernen dabei den Kakaoanbau auf einer Plantage und die Weiterverarbeitung der Kakaobohnen kennen. Sie lernen den Fairen Handel als Option für mehr Gerechtigkeit und menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen kennen. - Darf ich mich vorstellen, ich bin der Apfel!
Die Kinder entdecken die Welt des Apfels, sie erfahren wie aus einer Apfelblüte ein Apfel wird, wie ein Apfelbaum zu den verschiedenen Jahreszeiten aussieht, aber auch woher der Apfel im Supermarkt kommt und was man alles aus Äpfeln machen kann. Sie erkunden welche Apfelsorten bei uns heimisch sind und welche Geschmacksunterschiede es gibt. Das Bildungsmodul stellt eine Verbindung unseres täglichen Konsums zu globalen Lieferketten und klimatischen Problemen unseres Konsums her. - Wie kommt der Orangensaft in die Tüte?
Die meisten Kinder trinken gerne Saft. Weltweit ist Orangensaft der am meisten getrunkene Saft. Doch wie kommt der Saft eigentlich in die Tüte, woher kommen die Orangen und sind sie immer orange? Die Kinder erhalten einen Einblick in die Arbeit auf einer Orangenplantage sowie den Weg vom Baum in die Tüte. Das Material bietet einen Gesprächsanlass zu den Themen Kinderarbeit, Kinderrechte, Gerechtigkeit und Fairer Handel. - Alles Banane?!
Papagei Pepe isst gerne Bananen, kommt aus Ecuador und berichtet von seinem kürzlich unternommenen Urlaub zu seiner Familie in der fernen Heimat. Die Kinder lauschen dem Bericht über die gesamte Produktionskette der Banane vom Anbau bis hin zu dem Weg zu uns in den Supermarkt. Sie werden eingeladen über das üppige Obst- und Gemüseangebot in unseren Supermärten nachzudenken und können anhand von verschiedenen Materialien und Spielen den Fairen Handel als Option für mehr Gerechtigkeit und menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen kennenlernen. - Faire Mangos und die Kinderrechte
Die Kinder begeben sich auf eine genussvolle und abenteuerliche Entdeckungsreise auf den Spuren der Mango. Bei uns zählt die Mango zu den „exotischen Früchten“ – aber für viele Menschen und Kinder rund um den Globus ist die Mango ein beliebtes Nahrungsmittel. Anhand des Anbaus und der Weiterverarbeitung der Mangos auf den Philippinen lernen die Kinder den Fairen Handel und die Kinderrechte kennen. Durch leckere Rezepte, (Bewegungs-) Spiele und Entdeckungsreisen werden alle Sinne angeregt und ein vielseitiger Blick auf die Philippinen sowie die Kinderrechte gegeben. - Eli Elefant – oder wie wir die Vielfalt der Erde erhalten können
Biodiversität Kindern näher zu bringen ist die Idee in diesem Material. Mit vielen weiterführenden Informationen, Hintergründen und Mitmachideen können die Vorschulgruppen mit Eli die globale Vielfalt entdecken und schützen lernen. - Fair spiele mit Toy-Ra
Kinder haben ein Recht auf Spiel. Dies ist in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention verankert. Wie in fast allen Staaten der Welt sind die Kinderrechte in Deutschland geltendes Recht. In Artikel 31 wird es so formuliert: Jedes Kind hat das Recht, sich auszuruhen, zu spielen und freie Zeit zu haben. Mit der Sockenpuppe Toy-Ra wird faires Spielen spielerisch erklärt. - Abfall und Konsum
Projektideen für die Umsetzung in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung zum Thema Abfall im Kontext des globalen Lernens. In dieser Mappe gibt es konkrete Anknüpfungspunkte für Einrichtungen, das Thema Konsum umzusetzen. Außerdem eine Anleitung zur Erstellung einer Reflexionsfigur, die in der Einrichtung verbleiben kann, Karten- und Bildmaterial. Das Material wurde in Zusammenarbeit mit Fachschulen für Erziehende und Pädagogik entwickelt. - Klimagerechtigkeit mit Emil Erde
Die Idee hinter Emil Erde ist es, Kindern frühzeitig ein Bewusstsein für die Umwelt und die Auswirkungen unseres Handelns auf die Welt zu vermitteln. Durch die Verwendung von globalen Zusammenhängen wird den Kindern gezeigt, wie alles miteinander verbunden ist und wie unsere Handlungen Auswirkungen auf andere Teile der Welt haben können.
Möchten Sie die Modulboxen postalisch zugeschickt bekommen? In diesem Fall können Sie sich an die Projektstelle in Frankfurt wenden:
Rhein.Main.Fair e.V.
Katrin Conzelmann-Stingl
Büro: Zentrum Oekumene
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
0172 / 6633047
fairekita@rheinmainfair.org- Die Reise eines T-Shirts
Fördertopf Fairer Handel
Finanzielle Förderung für Projekte zum Fairen Handel
Wir möchten die vielen Ehrenamtlichen würdigen, die sich in Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen dafür eingesetzt haben, dass Ingelheim eine Vorreiter-Position in Sachen Fairer Handel einnimmt. Darüber hinaus sollen aber auch Vereine und Initiativen, die sich bisher noch nicht mit dem Fairen Handel auseinandergesetzt haben, ermutigt werden, diesen bei ihren Veranstaltungen und Aktivitäten mitzudenken. Daher fließt ein Teil des Preisgeldes „Hauptstadt des Fairen Handels“ (10.000 Euro) in einen Fördertopf: Mit einer kleinen Bewerbung können konkrete Projekte bis Ende 2026 mit bis zu 90 Prozent der Ausgaben, aber maximal bis 1.000 Euro gefördert werden. Die allgemeinen Hinweise sowie das Antragsformular befinden sich unter „Downloads“.
Kriterien der "Fairtrade Town"
Der Titel „Fairtrade-Town“ wird von Fairtrade Deutschland an Städte, Gemeinden und Landkreise vergeben, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Fairen Handel auseinandersetzen. Die fünf Kriterien sind:
- Es existiert ein Ratsbeschluss, mit dem sich die Stadt verpflichtet, bei Stadtratssitzungen fair gehandelten Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel auszuschenken.
- Eine Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten der Initiative. Sie besteht aus Mitgliedern aus mind. 3 Bereichen der Stadtgesellschaft (Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft). Unterstützung ist hier gern gesehen. Einfach bei Friederike Vigeland unter fairtrade@ingelheim.de melden.
- Im lokalen Einzelhandel und der Gastronomie werden Produkte aus fairem Handel angeboten: MappING – Nachhaltiges Ingelheim.
- Einrichtungen der Zivilgesellschaft wie Schulen, Vereine und Glaubensgemeinden setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairem Handel um und nutzen Produkte aus fairem Handel: MappING – Nachhaltiges Ingelheim. Mit der BBS Ingelheim, dem Sebastian-Münster-Gymnasium, der Integrierten Gesamtschule Kurt Schumacher und der Präsident Mohr-Grundschule sind bereits vier Schulen anerkannte Fairtrade-Schools. Zudem gibt es vier faire Kitas: Kindergemeinschaftshaus Süd, Kita Bienengarten, Kita Abenteuerland/Eltviller Straße und Kita An der Saalmühle.
- In den Medien wird über die Aktivitäten der Fairtrade-Town-Initiative berichtet. Durch Öffentlichkeitsarbeit werden die Themen und Aktionen publik gemacht. Die aktuellsten Informationen gibt es auf dem Instagram-Kanal der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit: Vuc Ingelheim (@vuc_ingelheim) • Instagram-Fotos und -Videos
Rhein.Main.Fair
Seit 2021 ist Ingelheim Mitglied der Fairen Metropolregion Rhein.Main.Fair. Oberbürgermeister Ralf Claus ist zudem Stellvertretender Vorsitzender des Vereins.
