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Kunst am Bau "rheinwelle"
Am 11. Juni 2026 wurde der Kunst am Bau Wettbewerb rheinwelle – "Anbau einer Lehr- und Schwimmhalle an das Regionalbad" – mit der Preisrichtersitzung abgeschlossen.
Es handelte sich um einen nichtoffenen Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren. Aus 47 Bewerbungen wurden am 29.01.26 im Rahmen eines Auswahlgremiums 8 Teilnehmende für den nichtoffenen Wettbewerb ausgewählt.
Der Siegerentwurf kam von dem Künstler Christian Leitna aus München, gefolgt von Frau Birgid Helmy aus Wiesbaden als Zweitplazierte und Regina Kochs aus Köln als Drittplazierte.
Überzeugt hat Christian Leitna mit seinem Wettbewerbsbeitrag „Oscilume“. Auszug aus dem Erläuterungstext:
"O S C I L U M E verbindet zwei künstlerische Setzungen im Außen- und Innenraum der neuen Lehr- und Schwimmhalle der rheinwelle. Ausgangspunkt der Arbeit sind flirrende Lichtreflexionen, die durch Bewegung auf der Wasseroberfläche entstehen. Strömung, Körperbewegung und Licht erzeugen fortwährend neue Muster aus Verdichtung, Auflösung und Überlagerung.
Die Arbeit transformiert dieses flüchtige Phänomen in eine dauerhafte architektonische Struktur.
Die komplexen Reflexionsmuster werden reduziert und in eine abstrahierte Formensprache übersetzt. Bewegung wird als räumliches Spannungsverhältnis von Dichte und Öffnung organisiert.
Im Innenraum entfaltet sich die Arbeit als großformatiges horizontales Bewegungsfeld entlang der Sichtbetonwand oberhalb des Beckens. Die Komposition rhythmisiert den Raum und betont seine architektonische Ausdehnung.
Der Außenraum greift diese Struktur in verdichteter Form auf. Das Formelement über dem Eingang ist direkt aus der grafischen Gesamtstruktur der Innenwand entwickelt und überführt das kontinuierliche Bewegungsfeld des Innenraums in ein konzentriertes Zeichen.
Die Arbeit entwickelt sich vom verdichteten Fragment im Außenraum zu einem räumlichen Kontinuum im Inneren. Außen erscheint die Struktur als Andeutung; im Innenraum entfaltet sie sich zu einer ausgedehnten räumlichen Erfahrung. So entsteht ein Dialog zwischen realer Wasserbewegung und gebautem Raum – zwischen temporärer Dynamik und architektonischer Präsenz."
Die Entwürfe der ersten drei Plätze:
Kita „Wildlinge“: Kinder und Team freuen sich über Siegerentwurf von „Kunst am Bau“

Bild (v.l.n.r.): Sylvia Hansmann, Laura Pott und Eveline Breyer vor dem Eingangsbereich der Kita „Wildlinge“, Bild: Stadt Ingelheim.
Der Wettbewerb „Kunst am Bau“ für die Kita Wildlinge im Hundsweg in Ingelheim ist abgeschlossen. Es handelte sich um einen nichtoffenen Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren, womit sich alle Interessierten mit einem eigenen Entwurf einbringen konnten. Der Siegerentwurf wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt.
Aus 15 fristgerechten Bewerbungen wählte eine mehrköpfige Jury die sechs Teilnehmenden für den nichtoffenen Wettbewerb aus. Davon wiederum wurden nun in einer kleinen Feierstunde die drei vordersten Platzierungen prämiert. Veronika Olma belegte den dritten, Gabriele Bruckmann den zweiten und Sylvia Hansmann den ersten Platz. Mit ihrem Entwurf „Auf der Mauer, auf der Lauer“ wollte Hansmann gezielt den Eingangsbereich der Kita aufwerten: „Das Ankommen am Morgen ist für die Kinder ein sehr wichtiger Teil des Kita-Tages. Ich wollte mit einer Art Puzzle und dem Farbschema das Thema ‚Wildlinge‘ aufgreifen“, erklärt Hansmann. Zugleich ist der Künstlerin wichtig, dass die Kinder das Kunstwerk nach Lust und Laune bespielen können und ihm dadurch Leben einhauchen. Der Eingangsbereich wird somit mehr denn je zu einem Ort des Verweilens, Spielens und zum Austausch.
Realisierung schon im Frühjahr 2026
Kitaleiterin Laura Pott freut sich mit ihrem Team auf die Realisierung, bedauert aber auch, dass nur eines der drei prämierten Kunstwerke umgesetzt werden kann: „Am liebsten wäre uns, wenn alle drei Kunstwerke realisiert würden“, schwärmt Pott. Die gute Nachricht: Bereits im Frühjahr 2026 ist mit der Fertigstellung von Hansmanns Entwurf zu rechnen. Die Umsetzung des Projektes erfolgt unter der Regie und Organisation der Künstlerin selbst.
Bürgermeisterin Eveline Breyer bedankte sich bei allen Teilnehmenden des Wettbewerbs und händigte Hansmann, Bruckmann und Olma Urkunden sowie Schecks mit dem nach Platzierung gestaffelten Preisgeld von 1.000 Euro (1. Platz), 750 Euro (2. Platz) und 500 Euro (3. Platz) aus. „Wir sind froh, dass wir uns die Aktion ‚Kunst am Bau‘ leisten können und nun eine weitere Ingelheimer Kita mit einem hochwertigen Werk aufgewertet wird“, so die Sozialdezernentin.
