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AKtuelles

Mitarbeitende der Stadtverwaltung Ingelheim

Verabschiedung von Christine Jacobi-Becker in den Ruhestand

Seit fast 15 Jahren war Christine Jacobi-Becker als Seniorenbetreuerin bei der Stadt Ingelheim tätig. Insgesamt kann sie auf mehr als zwei Jahrzehnte beruflichen Einsatzes für die Ingelheimer Senior*innen zurückblicken. Bereits 1997 begann ihre Tätigkeit in Ingelheim im Pflegestützpunkt der Arbeitsgemeinschaft Ingelheimer Pflegedienste, bevor sie 2011 in das Seniorenbüro der Stadt wechselte. Zuvor war sie als Sozialarbeiterin im Sozial- und Jugendamt der Stadt Frankfurt sowie beim Caritasverband Mainz e.V. in der Beratungs- und Koordinationsstelle Bingen beschäftigt.

Die Arbeit von Christine Jacobi-Becker war geprägt von einem klaren fachlichen Anspruch: Beratung, Unterstützung und die Förderung von Teilhabe im Alter. „Seniorenarbeit bedeutet für mich Hilfe zur Selbsthilfe und Angebote zu schaffen, die Menschen mitnehmen“, beschreibt sie ihr berufliches Selbstverständnis. Eine tragende Rolle spielte dabei die kontinuierliche Netzwerkarbeit mit städtischen Einrichtungen, regionalen Verbänden und weiteren Akteur*innen der Altenhilfe. Besonders wichtig war ihr die enge Zusammenarbeit mit den Stadtteilkümmerern. „Was dort geleistet wird, ist enorm. Sie sind immer ansprechbar und unverzichtbar für die Arbeit vor Ort“, betont Jacobi-Becker.

In den Wochen vor ihrem Ruhestand verabschiedete sie sich bewusst persönlich von den einzelnen Seniorengruppen. „Das war ein Abschied in Raten – es war sehr emotional. Die Dankbarkeit und die große Wertschätzung, die man erfährt, sind beeindruckend. Man bekommt sehr viel von dem zurück, was man über Jahre aufgebaut hat“, so Jacobi-Becker. Während ihrer gesamten Tätigkeit legte sie zudem großen Wert darauf, auch Senior*innen mit Beeinträchtigungen eine gleichberechtigte Teilnahme an Angeboten zu ermöglichen. Insbesondere bei Fahrten und Ausflügen war ihr eine enge Betreuung und das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse wichtig.

Ein fester Bestandteil ihrer Arbeit waren die Seniorentage der Stadt Ingelheim. Diese wurden über Jahre hinweg kontinuierlich weiterentwickelt und stießen auf große Resonanz. „Teilhabe steht im Mittelpunkt. Es ist schön zu sehen, wenn Kontakte entstehen, Freundschaften wachsen und sich Menschen begegnen“, so Jacobi-Becker rückblickend. Die Seniorentage trugen damit wesentlich zum sozialen Austausch und zur aktiven Gestaltung des Älterwerdens in Ingelheim bei.

Bürgermeisterin Eveline Breyer würdigte Christine Jacobi-Becker im Rahmen der offiziellen Verabschiedung und dankte ihr für die langjährige Zusammenarbeit und ihr kontinuierliches Engagement: „Es ist wichtig zu wissen, welche vielfältigen Angebote es für Senior*innen in unserer Stadt gibt. Dieses Bewusstsein hat Frau Jacobi-Becker über viele Jahre hinweg geprägt.“ Mit der Übergabe einer Urkunde und eines Präsents sprach sie Anerkennung für die geleistete Arbeit und die Treue zur Stadt Ingelheim aus.

Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand bleibt Christine Jacobi-Becker der Seniorenarbeit verbunden. Sie wird weiterhin an Angeboten wie der „Bunten Runde“ und der Spaziergangsgruppe teilnehmen und übernimmt der nächsten Seniorentage-im Juni 2026. Im Rahmen dieser wird sie sich auch mit einem eigenen Angebot einbringen.

Die Nachfolge von Christine Jacobi-Becker tritt Simone Schirmer an, die bereits eingearbeitet wurde. „Sie findet sehr gute Startbedingungen vor. Das Netzwerk besteht, sie ist Mitglied im Arbeitskreis Altenhilfe – so ist ein reibungsloser Übergang gewährleistet“, erläutert die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Birgit Kleine-Weitzel. Christine Jacobi-Becker bleibt für ihre Nachfolgerin bei Bedarf weiterhin ansprechbar.

Mit dem Ruhestand von Christine Jacobi-Becker endet eine langjährige Phase der Kontinuität in der Ingelheimer Seniorenarbeit. Die Stadt Ingelheim dankt ihr für die geleistete Arbeit und wünscht ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.