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Karlsempfang
Ehrung für Elisabeth Schröder beim Karlsempfang in Ingelheim
Bereits zu Beginn des Abends machte Claus deutlich, dass der Karlsempfang weit mehr ist als ein Neujahrsempfang. „Der heutige Abend ist eine Würdigung all jener, die sich in unserer Stadt engagieren und für das Gemeinwesen einsetzen. Ohne aktive Bürgerinnen und Bürger gibt es keine lebendigen Städte“, zitierte Claus die kanadische Journalistin Jane Jacobs, deren Worte das Leitmotiv des Abends bildeten.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus

In seiner Ansprache ging der Oberbürgermeister auch auf die aktuellen globalen Krisen ein, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zunehmend unter Druck setzen. „Die Welt scheint nicht aus den Fugen zu geraten – sie ist es bereits“, erklärte Claus und betonte die Notwendigkeit, auf kommunaler Ebene Sicherheit, Stabilität und ein positives Lebensgefühl zu fördern. „Die Menschen müssen sich in ihrer Stadt wohlfühlen und sie als lebenswert empfinden“, fügte er hinzu.
Nach den kritischen Betrachtungen wandte sich Claus den kommunalpolitischen Themen zu und hob hervor, wie wichtig das Ehrenamt für das soziale Miteinander ist. „Ihr Einsatz ist das Fundament eines funktionierenden und widerstandsfähigen städtischen Gemeinwesens“, richtete er seine Worte an die zahlreich anwesenden engagierten Gäste aus den Ingelheimer Vereinen, Kultur und Politik.
Auszeichnung für Elisabeth Schröder

Mit der feierlichen Ehrung von Elisabeth Schröder fand der Abend seinen Höhepunkt. Schröder wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement bei „Essen auf Rädern“ ausgezeichnet. Seit 1996 ist sie als Fahrerin tätig und übernahm 1999 gemeinsam mit Claudia Gerhard die Organisation des gesamten Dienstes. Ihre Arbeit umfasst die Koordination von über 130 Fahrer*innen, die Pflege der Adressenlisten und die Erstellung der Fahrpläne. Mit ihrer Expertise kennt sie nahezu jede Straße in Ingelheim und meistert Herausforderungen wie Straßensperrungen und spontane Personalausfälle mit großem Geschick. Besonders hervorgehoben wurde auch Schröders kreativer Einsatz bei besonderen Aktionen für die Bezieher*innen von „Essen auf Rädern“, wie die Verteilung von Schokoladen-Maikäfern am 1. Mai, Blumen am Muttertag, Plätzchentüten zu Advent und Weihnachtssternen an Heiligabend.
„Ihr Engagement ist beispielhaft und zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für unsere Stadt ist“, betonte Claus in seiner Laudatio. Schröder bedankte sich in ihren Dankesworten bei ihrem Team und ihrer Familie, die sie stets unterstützt hätten.
Dank und Ausblick
Die Veranstaltung endete mit den Schlussworten des Oberbürgermeisters, der sich bei allen Beteiligten bedankte, insbesondere bei den Lehrkräften der Musikschule im Weiterbildungszentrum Ingelheim (WBZ) für die musikalische Gestaltung des Abends. Er rief dazu auf, weiterhin aktiv mitzuwirken und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. „Eine lebendige Stadt entsteht nicht durch Rückzug, sondern durch Beteiligung und Solidarität“, so Claus. Mit dem Karlsempfang 2026 wurde erneut gezeigt, wie wichtig das Ehrenamt für das soziale und kulturelle Leben in Ingelheim ist. Elisabeth Schröder steht stellvertretend für viele engagierte Bürger*innen, die mit ihrem Einsatz das Gemeinwesen stärken und die Stadt lebenswert machen.
Musikalische Höhepunkte und Überraschungen

Der Abend wurde durch die Lehrkräfte der Musikschule im WBZ hochkarätig musikalisch untermalt. Mit Werken wie dem „Kleinen Wiener Marsch“, vorgetragen von Fritz Kreisler, und einem Saxophon-Gitarren-Duett, gespielt von Kerstin Haberecht und Lukas Roos, wurde für eine feierliche Atmosphäre gesorgt. Ein besonderer Höhepunkt war der Überraschungsauftritt der „Singoritas“. Die Gruppe verzauberte das Publikum mit den Songs „Ein Lied für Dich“ von Oliver Gies und „Für Frauen ist das kein Problem“ von Max Raabe. Für den musikalischen Abschluss des Abends sorgte die Lehrer-Band mit den Hits „You Gotta Be“ von Des’ree und „Where is my Husband“ von Raye.

