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Vielfalt und Chancengleichheit

Einladung zum Ramadan-Feiern: Gemeinschaft leben und Brücken bauen

Ingelheim hat bereits viele Feste gemeinsam gefeiert, wie das Nouruz- und Pessachfest, russisches Neujahr und eine traditionelle koreanische Hochzeit, das indische Holi-Fest sowie im letzten Jahr den Carneval de Baranquilla. In diesem Jahr soll erneut gemeinsam das Fastenbrechen begangen werden. Für den Herbst ist das gemeinsame Feiern eines jüdischen Festes in Planung. 

Der Nahostkonflikt hat nicht nur in den sozialen Medien zu einem deutlichen Anstieg von Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit geführt. In einer Zeit, die von Spaltung geprägt ist, soll in diesem Jahr mit der Einladung zu beiden Festen eine differenzierte Perspektive und eine reflektierte Auseinandersetzung ermöglicht werden. Der Ramadan hat für Muslim*innen weltweit eine besondere Bedeutung. Als neunter Monat des islamischen Mondkalenders gilt er als Zeit innerer Einkehr, spiritueller Reinigung und Solidarität mit Bedürftigen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird gefastet – nicht nur Nahrung und Getränke, sondern auch schädliche Gewohnheiten. Das Fasten soll Dankbarkeit, Geduld und Mitgefühl stärken.

Viele muslimische Bürger*innen aus Ländern wie der Türkei, Syrien, Somalia, Afghanistan und Kirgisistan leben in Ingelheim. Sie wünschten sich, ihre Kultur und die Bedeutung des Ramadans mit der Stadtgesellschaft zu teilen. Gürsel Fecht ist Anlaufstelle in der Stabstelle VuC und organisiert das Fest. „Ziel der Veranstaltung ist es, die kulturelle Vielfalt unserer muslimischen Mitbürger*innen sichtbar und erlebbar zu machen, mittels durch Informationen, persönlichen Erfahrungen, traditioneller Speisen und kultureller Beiträge“, betont Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle VuC.

„Wir freuen uns sehr über die breite Unterstützung aus der Ingelheimer Stadtgesellschaft“, erklärt Carlos Pereira, Vorsitzender des BMI. Gemeinsam mit Mitgliedern des somalischen Sozial- und Integrationsverein e.V., DITIB Türkisch-Islamischer Kulturverein e. V., Kyrgyz Rhein-Main e.V., Vertreter*innen der afghanischen und syrischen Gemeinde sowie Amro Elgheznawy hat Fecht ein interessantes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Darüber hinaus konnte das jüdisch-muslimische Bildungswerk Maimonides aus Wackernheim als Kooperationspartner gewonnen werden. Dessen Geschäftsführer Mustafa Cimşit gibt einen kurzen fachlichen Impuls zur verbindenden Kraft religiöser Werte für das kommunale Zusammenleben.

Die Veranstaltung vermittelt Wissen über den Ramadan und macht kulturelle Vielfalt erlebbar. Eine kurze Einführung, persönliche Erfahrungsberichte und kulturelle Beiträge geben Einblicke in die religiöse Praxis. Ein gemeinsames Buffet mit typischen Gerichten aus der Türkei, Somalia, Kirgisistan, Afghanistan, Ägypten und Syrien lädt zum Austausch ein. Das Bühnenprogramm umfasst einen Semazen-Tanz, somalischen Gesang sowie ein interaktives Ramadan-Bingo.

Eine Anmeldung ist bis 23. Februar 2026, telefonisch unter 06132 782-322 oder per E-Mail an guersel.fecht@ingelheim.de, erforderlich. Um dem karitativen Charakter des Ramadans gerecht zu werden, wird die Veranstaltung für die Teilnehmenden kostenlos angeboten. Mehr Informationen gibt es im Flyer auf der Internetseite der Stadt Ingelheim unter www.ingelheim.de/leben-freizeit/vielfalt-und-chancengleichheit/veranstaltungen-und-projekte/.