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Bildung
„Mini-Medientage“: digitale Kompetenzen für Ingelheimer Grundschüler*innen
Durch die Auswirkungen der Coronapandemie haben die Schulen eine umfassende Digitalisierung erfahren, die sich inzwischen etabliert hat. Für den erfolgreichen Umgang mit diesen digitalen Lebenswelten benötigen Kinder, ihre Eltern und ihre Lehrer*innen Medienkompetenz sowie medienpädagogische Kompetenz.
350 Grundschüler*innen als Zielgruppe
„Die Ingelheimer ‚Mini-Medientage‘ sind deshalb nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil des Ingelheimer Kriminalpräventionsprogramms“, erläutern Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit (VuC) und ihr Mitarbeiter Jarain Amberg, die für die Kriminalprävention bei der Stadt Ingelheim zuständig sind. „Die Themen ändern sich aufgrund ständiger Entwicklungen; der Bedarf nimmt von Jahr zu Jahr zu“, erläutert Dr. Petra Bauer, die das Projekt vonseiten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz begleitet.
Von 4. bis 9. Februar 2026 wurden insgesamt rund 350 Ingelheimer Drittklässler*innen in den Themenbereichen Mediennutzung und Medienwissen geschult. Im Rahmen der diesjährigen „Mini-Medientage“ nahmen die Grundschulen Brüder-Grimm-Schule, Theodor-Heuss-Schule, Präsident-Mohr-Schule, Pestalozzischule, Albert-Schweitzer-Schule sowie die Rabenkopf Grundschule und die Grundschule an der Sandmühle teil. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kompetenzen der Schüler*innen in einer Vielzahl von Themengebieten – darunter Medienkunde, Künstliche Intelligenz, Bildrechte, Computerspiele, Suchtpotenzial, Fake News, Influencer und Cybermobbing – zu festigen.
Kooperation mit Studierenden der JGU Mainz
Bei den „Mini-Medientagen“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Medienpädagogik, und der kriminalpräventiven Sicherheitspartnerschaft der Stadt Ingelheim mit Unterstützung der Schulsozialarbeit der Ingelheimer Grundschulen. Das Projekt wurde 2012 gestartet und 2017 mit dem Dieter-Baacke-Preis als Projekt mit besonderem Netzwerkcharakter ausgezeichnet. Seitdem wird es kontinuierlich weiterentwickelt und an die jeweiligen Herausforderungen angepasst. Die Schulklassen führen die Workshops im Jugendkulturzentrum „Yellow“ und in den Schulen durch. Die Schulsozialarbeiter*innen fungieren als Organisato*innen für die Schulen und die Eltern. Durch ihre Nähe zu den Kindern erhalten sie Einblicke in ihre digitalen und realen Lebenswelten und sind somit wichtige Themenbringer*innen für das Präventionsprojekt.
Dreißig Studierende der JGU Mainz aus dem Studienschwerpunkt Medienbildung und Weiterbildung haben die Workshops im Rahmen ihres Studiums vorbereitet und führten diese durch. „Die Studierenden treten in einen Austausch mit den Klassen und ermöglichen durch das adaptive und niederschwellige Format der Medientage eine direkte Reaktion auf die Fragen und Probleme der Kinder in der digitalen Welt“, erklärt Bauer.
Digitaler Elternabend zum Abschluss
Parallel dazu führte Dr. Petra Bauer das Lehrkräfte-Café durch, in dem die Lehrkräfte über die Inhalte informiert wurden, Fragen stellen konnten und Impulse zur Integration von Medienthemen in den eigenen Unterricht erhielten. Um die Nachhaltigkeit der Medientage zu gewährleisten, findet zum Abschluss am 19. Februar ein digitaler Elternabend statt. Im Rahmen dieses Elternabends werden die Eltern der Schüler*innen über die Inhalte der Medientage informiert; zusätzlich werden Anregungen zur Medienerziehung in der Familie kommuniziert. An dieser Stelle werden mögliche Anlaufstellen für Hilfsangebote aufgeführt. Der Elternabend ist notwendiger Bestandteil der ‚Mini-Medientage‘, da Präventionsarbeit nicht nur in der Schule stattfindet, sondern auch zu Hause weitergeführt werden muss.
Die Mini-Medientage sind in das städtische Präventionskonzept eingebunden, sodass alle Schüler*innen der Stadt Ingelheim in den Genuss kommen, entsprechende Kompetenzen und Wissen zu erwerben. Die Finanzierung erfolgt aus städtischen Mitteln für kriminalpräventive Projekte und wird zusätzlich gefördert von der Leitstelle Kriminalprävention des Landes Rheinland-Pfalz sowie vom Landkreis Mainz-Bingen.
„Bei diesem Projekt bedienen wir mehrere Ebenen: Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern. Zusätzlich sammeln die Studierenden wertvolle Praxiserfahrungen“, fügt Amberg hinzu.
Weitere Informationen zu den „Mini-Medientagen“ gibt es bei Jarain Amberg telefonisch unter 06132 782-261, oder per E-Mail unter jarain.amberg@ingelheim.de.

