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Nachbarschaftsgarten am Mehrgenerationenhaus wird neu- und umgestaltet

Hochbeete werden neu gebaut, der Kräutergarten neu angelegt, Wege instandgesetzt, im Baumbestand noch einige Äste entfernt – letzteres geschah natürlich im gesetzlich erlaubten Zeitraum bereits Ende Februar.

Maximilian Pesch, bei Boehringer Ingelheim verantwortlich für Mitarbeit und Engagement und „Making more Health“ in Deutschland, betont: „Der Nachbarschaftsgarten ist ein wichtiges Projekt für das Quartier, bei dem sich viele unserer Mitarbeitenden teilweise schon seit Jahren leidenschaftlich einbringen. Gerade im Hinblick auf den Heilkräutergarten und die interkulturelle Erfahrung, sich gemeinsam mit Menschen anderer Herkunft im Garten zu betätigen, repräsentiert der Nachbarschaftsgarten zentrale Werte von Boehringer Ingelheim.“ Birgit Kleine-Weitzel, Leiterin des MGH, freut sich über das freiwillige Engagement und die Neugestaltung des Gartens, bei der auch ein Törchen hin zur Kita im MGH wieder instandgesetzt wurde. So werden kurze Wege für die Kinder gewährleistet, die den Garten gerne mitnutzen. „Der Garten ist seit Jahren ein beliebter Aufenthalts-, Lern- und Begegnungsort für Jung und Alt. Alle ‚Nachbarn‘, die Zeit und Lust haben, können sich bei der Gartenarbeit mit einbringen“, so Kleine-Weitzel. Pesch sieht zudem einen Wandel in der Art und Weise, wie sich Menschen engagieren möchten: „Der Trend geht immer mehr zu einem punktuellen Ehrenamt, das man vielleicht einmal im Monat oder projektbezogen leistet, anstatt sich zu verpflichten, regelmäßig mit viel Zeitaufwand beispielsweise in einem Verein einzubringen. Vor diesem Hintergrund bietet das MGH viele spannende Möglichkeiten, und die Arbeit im Garten ist eine davon“, so der Boehringer-Verantwortliche.

Ehrenamt wichtiger Ausgleich zum Büroalltag

Das MGH bietet auch regelmäßig Workshops für Boehringer-Mitarbeitende an, wofür das Unternehmen Mittel bereitstellt. Im Zuge dieser engen Kooperation entsteht vielfältiges Engagement, ob nun punktuell an ausgewählten Tagen oder in regelmäßiger Form. Maritta von Silva-Tarouca und Marco Rabago wirken nicht nur an der Neugestaltung des Nachbarschaftsgartens mit, sondern sind oft bei derartigen Aktionen mit Feuereifer dabei. „Einerseits sitze ich als Vertrieblerin oft viel im Büro und kann mir hier auch mal die Hände schmutzig machen. Andererseits spielt hier im Garten Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Damit handle ich auf persönlicher Ebene entsprechend der Unternehmensphilosophie von Boehringer, was ich wichtig finde“, erläutert von Silva-Tarouca. Rabago ist seinerseits oft mit seiner Familie im MGH und hat schon selbst Workshops angeboten. Damit ist er eines der vielen Beispiele für die positiven Auswirkungen, die ehrenamtliches Engagement mit sich bringen kann.

Geschichte des Gartens

Die Wurzeln des Nachbarschaftsgarten reichen über 15 Jahre zurück, als eine Gruppe um Andreas Möritz das Konzept der „Essbaren Stadt“ nach Ingelheim holen wollte. Auch, wenn dieses Konzept in Ingelheim nicht nachhaltig Fuß fassen konnte, steht der heutige Nachbarschaftsgarten durchaus noch für den Gedanken, sich gemeinsam um (Nutz-)Pflanzen zu kümmern und die Grünanlage als niedrigschwelligen Begegnungsort zu etablieren.

Nach der „Revitalisierung“ soll schließlich im Frühsommer eine kleine „Wieder-Eröffnungsfeier“ des Nachbarschaftsgartens stattfinden, wenn alles blüht und die Frischzellenkur abgeschlossen ist. Man darf davon ausgehen, dass dort auch viele der ehrenamtlich Engagierten dabei sein werden, für die der Garten am MGH längst ein Herzensprojekt geworden ist.