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Umwelt & Klimaschutz

Stadtbäume brauchen jetzt Unterstützung – Stadt bittet um Hilfe beim Gießen

Normalerweise sind Bäume nach einer rund dreijährigen Anwuchspflege so gut etabliert, dass sie eine Vegetationsperiode ohne zusätzliche Bewässerung überstehen können. Die derzeit außergewöhnlich trockenen Bedingungen stellen jedoch auch ältere Bäume vor große Herausforderungen. Besonders frisch gepflanzte Jungbäume sind auf regelmäßige Wassergaben angewiesen. Sie werden überwiegend durch den Bauhof und beauftragte Fachfirmen bewässert. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit sind die vorhandenen Kapazitäten inzwischen jedoch vollständig ausgeschöpft.

Wie angespannt die Situation ist, zeigt ein Blick auf die Niederschlagsmengen: In diesem Jahr sind bislang lediglich rund 260 Millimeter Regen gefallen. Bereits im vergangenen Jahr lag die Jahresmenge mit etwa 500 Millimetern vergleichsweise niedrig. Seit Wochen fehlt zudem nennenswerter Regen. Gleichzeitig sorgten hohe Temperaturen und stetiger Wind dafür, dass die Bäume besonders viel Wasser über ihre Blätter abgeben. Die Wasservorräte im Boden gingen dadurch zunehmend zurück.

100 Liter pro Woche können helfen

Wer einen Baum in seiner Nähe unterstützen möchte, kann bereits mit überschaubarem Aufwand einen wichtigen Beitrag leisten. Als Richtwert empfiehlt die Stadt etwa 100 Liter Wasser pro Baum und Woche. Dabei ist es sinnvoller, einen Baum einmal pro Woche gründlich zu wässern, als täglich nur kleine Mengen auszubringen. So kann das Wasser tiefer in den Boden eindringen und den Wurzelbereich erreichen.

Auch der finanzielle Aufwand ist überschaubar: 1.000 Liter Wasser reichen für zehn Bewässerungen mit jeweils 100 Litern und kosten weniger als sechs Euro.

Damit die Unterstützung gezielt dort ankommt, wo sie besonders gebraucht wird, und sich die Bewässerung nicht unnötig doppelt, können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger beim Umwelt- und Grünflächenamt melden. Private Gießpatenschaften und weitere Hilfsangebote können so sinnvoll in die bestehende Bewässerungsplanung eingebunden werden.

Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „So trocken war es noch nie. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mithelfen. Jeder Eimer zählt – gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Stadtbäume gut durch die Trockenperiode zu bringen.“