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Abschied in den Ruhestand
Langjährige Kinderpflegerin Angelika Weber geht nach 15 Jahren in den Ruhestand
Seit August 2011 war die 64-Jährige aus Ginsheim-Gustavsburg als Kinderpflegerin in der Einrichtung tätig und hat die Entwicklung der Kita seit der Eröffnung des Krippenbereichs engagiert mitbegleitet; sie war über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil der Kindertagesstätte. Im offenen Konzept der Einrichtung begleitete sie Kinder von den ersten Jahren bis zum Schuleintritt. „Sie bringt eine unheimliche Leidenschaft für ihren Beruf mit. Sie kann sich unfassbar gut auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen einlassen. Wir haben uns in unserer Arbeit hervorragend ergänzt“, berichtet ihre Kollegin Sonja Schumacher.
Besonders in Erinnerung bleiben werden auch die Naturwochen der Kita, darunter die Rheinwochen und die Waldwochen, die Angelika Weber mit großer Begeisterung lebte und mit den Kindern gestaltete. „So eine fitte, kurz vor der Rente stehende Kollegin, die auf dem Spielplatz mit den Kindern um die Wette hangelt, kann man lange suchen“, so Schumacher.
Für Angelika Weber selbst war die Arbeit mit Kindern stets mehr als ein Beruf. „Kinder sind der wertvollste Schatz, den man haben kann. Sie geben einem so viel. Sie zeigen einem: schön, dass du da bist, suchen die Unterstützung, sie erzählen Geschichten – das ist so schön und das wird mir fehlen“, sagt sie mit Blick auf ihren Abschied.
Auch ihr beruflicher Weg war eng mit dieser Haltung verbunden. Nach ihrer ersten Tätigkeit als Kinderpflegerin über 6 Jahre in einer Kindertagesstätte in Stadecken-Elsheim nahm sie eine längere Familienzeit, um für ihre beiden Kinder da zu sein. In dieser Zeit übernahm sie andere Minijobs. Rückblickend sagt sie: „Ich hatte Angst davor, den Stress aus dem Kindergarten mit nach Hause zu bringen und dadurch meine eigenen Kinder ungerecht zu behandeln. Daher habe ich eine Pause als Kinderpflegerin eingelegt.“ Als ihre Kinder älter waren, kehrte sie in ihren Traumberuf zurück: „Ich wollte einfach wieder meine Leidenschaft zum Beruf machen und habe 2011 dann in Heidesheim angefangen.“
Mit dem Ende des Kindergartenjahres schließt Angelika Weber nun auch beruflich ein prägendes Kapitel ab. Ihr letzter Arbeitstag fällt auf den 17. Juli, bevor mit den Sommerferien der Übergang in den Ruhestand beginnt. Dass der Abschied nicht leichtfällt, verschweigt sie nicht. Zugleich blickt sie mit Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt. „Das frühe Aufstehen und die Autofahrt sind so Dinge, die ich nicht vermissen werde“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Für die Zeit nach dem Berufsleben hat Angelika Weber bereits klare Pläne: Zeit mit ihren Enkeln, regelmäßige Besuche im Fitnessstudio und mehr Raum für spontane Unternehmungen. Dinge, die im Arbeitsalltag oft zu kurz kamen, sollen künftig bewusster Platz finden – „wie einfach mal ins Schwimmbad gehen“.

