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Feuerwehr
Feuerwehr-Einheit Heidesheim feiert 150-jähriges Jubiläum
Darunter waren neben Oberbürgermeisterin Eveline Breyer und der Beigeordneten Dr. Christiane Döll auch Landrat Thomas Barth, Ortsvorsteherin Dr. Silvia Klengel, zahlreiche befreundete Feuerwehrleute aus Nah und Fern und weitere Ehrengäste. Andreas Bockius führte als Moderator durch den Abend, mit viel witzigem Charme und manchem frechen Gruß ins Publikum.

Eine alte Feuerwehrspritze der Heidesheimer Wehr.
Oberbürgermeisterin Breyer eröffnete als Rednerin den Abend und durfte der Heidesheimer Wehr als erste die Glückwünsche zum Jubiläum aussprechen. „Ich freue mich, heute bei dieser besonderen Gelegenheit meinen ersten offiziellen Auftritt als Oberbürgermeisterin zu absolvieren. Einen großen Dank und herzlichen Glückwunsch an alle Heidesheimer Feuerwehrleute und deren Partner*innen zum Jubiläum“, so Breyer. Die für die Feuerwehr zuständige Dezernentin Dr. Döll hob hervor, dass sie zahlreiche Rückmeldungen von Ingelheimer*innen erhalte, die zutiefst dankbar für die Arbeit der Wehr sind, was den hohen Stellenwert der Feuerwehr widerspiegele. Landrat Thomas Barth, seines Zeichens selbst Feuerwehrmann, überreichte eine Ehrenurkunde des Landkreises Mainz-Bingen und stellte fest, wie entscheidend die Akzeptanz der Partner*innen und Familien der Feuerwehrleute für eine funktionierende Wehr ist.
Wehrleiter Mirko Gauer überbrachte ebenfalls im Namen der gesamten Freiwilligen Feuerwehr Ingelheim Glückwünsche und hielt in seinem Grußwort fest: „Auf die Heidesheimer Wehr war und ist immer Verlass.“ Einheitsführer Michael Hammer gab einen Überblick über die 150-jährige Geschichte der Heidesheimer Wehr, mit eindrücklichem Bildmaterial der Feuerwehrleute aus den jeweiligen Epochen sowie der Brandereignisse und Einsätze durch die Jahrzehnte. Nicht nur die derzeit 59 aktiven Kamerad*innen erinnerten sich an die mitunter spektakulären Einsätze, sondern auch viele Ehrenmitglieder der Wehr, deren aktive Zeit bereits etwas zurückliegt, genossen den Rückblick in die vergangenen Jahrzehnte.

Die Gäste im Festzelt waren guter Laune.
Einen vertiefenden Blick in die Vergangenheit wagte Miriam Maslowski, Mitarbeiterin im Museum bei der Kaiserpfalz. Sie hielt einen Kurzvortrag über das verheerende Starkregenereignis in Heidesheim im Jahre 1876. Am 2. April entluden sich die Wassermassen über dem Ort und angrenzenden Gebieten, sodass der Mühlbach zu einem tosenden Strom wurde und mehr als ein Duzend Häuser komplett mit sich riss. Die Ortsgemeinschaft hatte acht Todesopfer zu beklagen. Dieser Tag bleibt auch nach 150 Jahren eine mahnende Erinnerung daran, warum umfangreicher Brand- und Katastrophenschutz so bedeutsam ist – und im Falle des verheerenden Starkregenereignisses mit zur Gründung der Feuerwehr im Ort führte.
Im Laufe des Abends richteten auch Yannick Georges, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Mainz-Bingen, Ralf Welpe, 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, und André Geins, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Heidesheim, ihr Wort an die Gäste im Festzelt. Bei bester Stimmung und nach Übergabe einiger Geschenke an die Heidesheimer Wehr klang der Abend schließlich aus. Heidesheim und alle angrenzenden Ortschaften können sich auch für die Zukunft sicher sein, dass im Falle von Bränden oder anderweitigen Gefahren stets Verlass auf die Heidesheimer Kamerad*innen ist.

