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Städtepartnerschaften

Zu Gast bei Freunden: Ingelheimer*innen besuchen Partnerstadt Autun

Zugleich trafen sie dort auch auf die Freund*innen aus Stevenage, die die Zusammenkunft der „Dreierpartnerschaft“ komplett machten. Die Gastgeber*innen hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das reich an kulinarischen Highlights, musealen Sehenswürdigkeiten und freundschaftlichem Austausch war.

Foto: Besichtigung eines stillgelegten Salzstollens.

Am Freitag stand ein Ausflug in den Jura an, zunächst mit dem Ziel Salins-les-Bains. Dort gab es ein Salzbergwerk zu besichtigen, das dem Ort einst zu Wohlstand verholfen hatte. Schon seit Jahrzehnten findet dort keine Gewinnung von Salzwasser mehr statt, doch das Museum hält das Andenken lebendig und gewährt Einblicke in die reiche Historie des Ortes und der Tätigkeiten im und rund um das Bergwerk. Am Nachmittag führte das Programm die Teilnehmenden in das rund 20 Kilometer entfernte Arc-et-Senans, wo sich der thematische Kreis schloss: In der ehemaligen königlichen Saline wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts das Salzwasser, das aus der Mine von Salins-les-Bains dank des natürlichen Gefälles per Rohrsystem herangeführt wurde, verdampft und somit das „weiße Gold“ gewonnen.

Arbeitstreffen der Delegationen und Musée Rolin im Übergang

Am Samstagvormittag stand für die Delegationen das Arbeitstreffen auf dem Programm. Die Vertreter*innen der drei Kommunen präsentierten dabei Neuigkeiten aus ihren Städten, wie beispielsweise einen verstärkten Fokus auf die Schaffung von Wohnraum und die Innenstadtentwicklung in Stevenage, die Neuanlage von Grünanlagen und Erneuerung der Nahwärmeversorgung in Autun, sowie Projektstudien zur Alten Markthalle Heidesheim und die Erweiterung der „rheinwelle“ in Ingelheim. Die anschließende Diskussion zur Zukunft der Dreierpartnerschaft war von zahlreichen Ideen geprägt, die jüngeren Menschen und Familien an den Austausch heranführen sollen und zugleich funktionierende bestehende Strukturen stärken sollen. Von Ingelheimer Seite wird der Förderverein Ingelheimer Städtepartnerschaften (FIS) gemeinsam mit der Stadt Ingelheim prüfen, wie die Freundschaft zwischen den drei Städten weiterentwickelt und für kommende Generationen attraktiv gestaltet werden kann. Nachmittags erhielten die Delegationen einen Einblick in die derzeitigen Renovierungs-, Umgestaltungs- und Erweiterungsarbeiten des derzeit geschlossenen Musée Rolin. Bis 2028 sollen die neuen Räumlichkeiten dank eines umfassend überarbeiteten Museumskonzeptes die Geschichte des einstigen Gefängnisses sowie Ausstellungsstücke von der Antike bis ins 19. Jahrhundert in ein neues Licht rücken.

Foto (v.l.n.r.): Lloyd Briscoe, Vincent Chauvet und Eveline Breyer bei der Geschenkübergabe

Feierlicher Galaabend

Der Galaabend am Samstag bildete den Höhepunkt des Treffens. Vincent Chauvet, Bürgermeister von Autun, Lloyd Briscoe, Bürgermeister von Stevenage, und OB Eveline Breyer wandten sich in ihren Reden an die Teilnehmenden und bekräftigten den Wunsch nach einem lebendigen Fortbestand der Freundschaften. Insbesondere in Zeiten, in denen internationale Verständigung und das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten auch über Landes- und Sprachgrenzen hinweg keine Selbstverständlichkeit mehr sind, sei das Bestehen dieser Partnerschaft umso bedeutender. Breyer betonte: „Gerade in einer Zeit weltweiter Herausforderungen zeigt sich, wie wertvoll und notwendig solche Verbindungen sind. Unsere Partnerschaft steht für Verständigung, Vertrauen und gelebtes Miteinander über Grenzen hinweg.“ Anschließend wurden Geschenke zwischen den Stadtoberhäuptern ausgetauscht und der Partnerschaftspokal an die nächste ausrichtende Stadt weitergegeben: 2027 findet das Dreiertreffen in Stevenage statt.

Wiedersehen 2027 in Stevenage

Am Sonntag führten die Verantwortlichen des Partnerschaftsvereins Autun ihre Besucher*innen mit einem Fokus auf römische Bauten durch die Stadt. So wurden unter anderem die antiken Stadttore, die neu restaurierten Teile der Stadtmauer und die Pyramide de Couhard besichtigt. Letztere bot zudem einen fantastischen Ausblick über Autun und das nähere Umland. Abends klang der Partnerschaftsbesuch bei Musik, Tanz und Büffet für die Bürger*innen und Delegationen im Dorf Anost gemeinsam aus, bevor sich am Montagmorgen vor dem Rathaus die Freund*innen Lebewohl sagten – alle in der Hoffnung, sich im kommenden Jahr in England wiederzusehen.