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Nachhaltigkeit

Delegation aus Kamerun zu Gast in Ingelheim: Nachhaltigkeitspartnerschaft zu nachhaltiger Waldnutzung, Umweltbildung und Stadtbegrünung vertieft

Im Mittelpunkt standen Themen wie nachhaltige Waldnutzung, Klimaanpassung, Umweltbildung, urbane Begrünung und kommunale Nachhaltigkeitsstrategien. Bereits beim Besuch in Edéa war deutlich geworden, dass viele Herausforderungen in beiden Kommunen vergleichbar sind – auch wenn sie unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen auftreten. Sowohl Ingelheim als auch Edéa verfügen über einen Stadtwald und beschäftigen sich damit, wie dieser angesichts des Klimawandels langfristig geschützt und weiterentwickelt werden kann.

„Der Gegenbesuch hat gezeigt, wie wertvoll der direkte kommunale Austausch ist. Nachhaltigkeit entsteht nicht allein durch Konzepte, sondern durch Begegnung, Vertrauen und gemeinsames Lernen“, betont Oberbürgermeisterin Eveline Breyer. 


Einblicke in Ingelheimer Strukturen


Während ihres Aufenthalts erhielt die Delegation Einblicke in Ingelheimer Projekte, Verwaltungsstrukturen und lokale Initiativen. Dazu gehörten der offizielle Empfang durch Oberbürgermeisterin Breyer und des Haupt- und Finanzausschusses sowie Gespräche mit verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung. Die Delegation informierte sich unter anderem über die städtische Stadt- und Gebäudeplanung und Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, über urbane Begrünung am Beispiel des „Tiny Forest“ sowie über nachhaltige Unternehmensverantwortung im Rahmen eines Besuchs bei Boehringer Ingelheim.

Eine zentrale Rolle spielte zudem der Ingelheimer Stadtwald. Bei einem Vor-Ort-Termin pflanzte die Delegation Apfel- und Birnbäume, lernte das Sägewerk kennen und tauschte sich mit den Mitarbeitenden über nachhaltige Waldbewirtschaftung, Klimafolgen und Biodiversität aus. Der Vergleich mit Edéa machte deutlich, dass Wald in beiden Kommunen weit mehr ist als eine natürliche Ressource: „Der Stadtwald ist für uns nicht nur Arbeits- und Naturraum, sondern auch ein Ort des Lernens und der Begegnung“, betont Dominik Schönherr. „Gerade im Dialog mit Edéa wird deutlich, wie wichtig kommunale Partnerschaften sind, um voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen für die Wälder der Zukunft zu entwickeln.“

Begleitet wurde der Besuch durch einen eintägigen Workshop der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, die auch die Austauschreisen finanziert. Dabei wurden die bisherigen Erfahrungen der Partnerschaft reflektiert und nächste Schritte für die weitere Zusammenarbeit besprochen. Die Nachhaltigkeitspartnerschaft mit Edéa steht im Zusammenhang mit der entwicklungspolitischen Strategie der Stadt Ingelheim und wurde im Rahmen der Klima- und Nachhaltigkeitspartnerschaften der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt initiiert.


Persönliche Begegnung und weitere Vertiefung


Neben dem fachlichen Programm stand die persönliche Begegnung im Mittelpunkt. Der Kamerunische Abend bot Bürger*innen die Gelegenheit, mit der Delegation ins Gespräch zu kommen, mehr über Edéa zu erfahren, kamerunisches Essen des Vereins Kids Development Center zu probieren und zu Musik des deutsch-kamerunischen Musikers Samy Movet zu tanzen. 

Zum Abschluss waren sich die Beteiligten einig, dass die Partnerschaft weitergeführt und konkretisiert werden soll. Dazu wird in den nächsten Monaten ein Aktionsplan erarbeitet, der Grundlage für die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren sein soll. 

„Die Partnerschaft mit Edéa zeigt, dass internationale Zusammenarbeit nicht abstrakt bleiben muss“, so Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit. Dr. Friederike Vigeland, die die Nachhaltigkeitspartnerschaft koordiniert, ergänzt: „Wenn Kommunen voneinander lernen, entstehen neue Perspektiven – für beide Seiten.“